Finanzen / 29.10.2018

Haft für Altersvorsorge-Betrug

Sparer traten ihnen ihre Lebens- und Rentenversicherungen ab. Doch statt in die Altersvorsorge floß das Geld in Spekulationen.

München (dpa/lby). Sie hatten mit Kapitalanlagen nahezu 6.000 Menschen um mehrere Millionen Euro betrogen – dafür müssen drei Männer für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Das Landgericht München I verurteilte Ende letzter Woche einen 54 Jahre alten Bankkaufmann aus Unterfranken zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten. Die zwei Mitangeklagten müssen jeweils für dreieinhalb Jahre hinter Gitter.

Alle drei seien des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs schuldig, erklärten die Richter einer Justizsprecherin zufolge. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Millionen mit Schneeballsystem ergaunert

Die Gruppe hatte mit ihrer Firma ein Schneeballsystem betrieben. Die Männer hatten 5.830 Anlegern eine lukrative, risikolose Altersvorsorge vorgetäuscht und damit Millionenbeträge entlockt.

Demnach haben die Opfer unter anderem ihre Lebens- und Rentenversicherungen oder Bausparverträge abgetreten. Das Geld hatten die Angeklagten den Ermittlungen zufolge unter anderem in höchstriskante Börsenspekulationen und ihren aufwendigen Lebensstil gesteckt.

Die Männer saßen seit Februar 2017 in Untersuchungshaft und mussten sich seit April dieses Jahres vor Gericht verantworten.

Autor

 Deutsche Presseagentur – Landesdienst Bayern