Rente / 21.03.2019

Haltelinie für Rentenniveau greift früher

Medien: Das Verhältnis zwischen Nettorente und früherem Nettoverdienst von Durchschnittsverdienern mit 45 Beitragsjahren sinkt schneller als erwartet.

Dokumente und Taschenrechner – Bildnachweis: shutterstock.com © Pressmaster

Berlin (sth). Bereits 2021 und damit ein Jahr früher als bisher erwartet wird das Rentenniveau auf die "Haltelinie" von 48 Prozent sinken. Das geht nach einem Bericht der Zeitungen im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) aus einer neuen Prognose der Deutschen Rentenversicherung hervor. Die Medien zitieren aus der Stellungnahme der Rentenversicherer: "Das Netto-Rentenniveau vor Steuern, das im Prinzip das Verhältnis von Netto-Standardrente zu durchschnittlichem Netto-Arbeitsentgelt beziffert, wird für 2019 auf 48,2 Prozent geschätzt. Es sinkt 2020 auf 48,1 Prozent und wird ab 2021 durch die Haltelinie bei 48 Prozent gehalten." 

Nach Berechnungen vom Herbst vergangenen Jahres ging die Rentenversicherung bisher davon aus, dass das Rentenniveau wegen des sogenannten Rentenpakts der Bundesregierung bereits 2020 auf die gesetzlich fixierte "Haltelinie" von 48,0 Prozent sinken und bis 2023 auf dieser Höhe verharren würde. Im Jahr 2024 wäre das Verhältnis zwischen Nettorente und früherem Nettoverdienst von Durchschnittsverdienern mit 45 Beitragsjahren demnach nochmals auf 48,3 Prozent gestiegen, ab 2025  dann aber schrittweise bis auf 45,8 Prozent im Jahr 2030 gesunken.

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Autor

Stefan Thissen