Gesundheit / 12.03.2020

„Hamsterkäufe“ ebben etwas ab

Viele Menschen haben angesichts der Corona-Gefahr in den vergangenen Wochen Vorräte „aufgestockt“. Nun entspannt sich die Lage leicht.

Bild zum Thema Hamsterkäufe ebben etwas ab: Mann in einem Supermarkt hält eine Packung Nudeln in der Hand, in der anderen hält er einen Einkaufszettel.

Berlin (dpa). Die erste große Welle der Hamsterkäufe angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus scheint abgeebbt zu sein. Doch nach wie vor gibt es eine erhöhte Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln und Desinfektionsmitteln. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Unternehmen und Verbänden des Lebensmittelhandels.

Haltbare Lebensmittel und Hygieneprodukte sind gefragt

Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) teilte am Mittwoch mit, bundesweit gebe es aktuell „weiterhin eine höhere Nachfrage nach länger haltbaren Produkten und Hygieneartikeln“. Ähnlich äußerten sich Kaufland und Real. Rewe betonte allerdings, die Tage, an denen sich der Absatz etwa von Toilettenpapier verdoppelt habe, seien vorbei. Die Nachfrage nach Konserven, Nudeln und Co. sei zwar weiterhin erhöht, doch werde daneben zunehmend wieder mehr Obst und Gemüse gekauft.

Verkaufszahlen normalisieren sich

Der Discounter Lidl betonte sogar, nach den Vorratskäufen der vergangenen Wochen in einigen Regionen hätten sich die Verkaufszahlen mittlerweile wieder „weitestgehend normalisiert“. Aldi Süd berichtete lediglich von einer höheren Nachfrage nach haltbaren Produkten „in einzelnen Filialen“.

Eine Gefahr von Versorgungsengpässen in Deutschland sehen aktuell weder die Handelskonzerne noch die Branchenverbände. Ein Sprecher des Handelsverbandes Deutschland (HDE) betonte: „Bislang sind keine Einschränkungen bei der Warenverfügbarkeit im Handel in Deutschland festzustellen. Die Versorgungslage ist bundesweit normal.“

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 Deutsche Presseagentur