Soziales / 10.09.2018

Hartz IV: Große regionale Unterschiede

Hartz IV oder Arbeitslosengeld? Zwischen den Ländern gibt es hier große Unterschiede, wie eine Statistik zeigt

Berlin (dpa). Bei der Bedeutung von Hartz IV für Arbeitslose in Deutschland gibt es große regionale Unterschiede. Bundesweit wurden zwei von drei Erwerbslosen (66,2 Prozent) im vergangenen Jahr im Hartz-IV-System betreut, bekamen also Grundsicherung. Nur ein Drittel (33,8 Prozent) wurde von den Agenturen für Arbeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung betreut und bekamen Arbeitslosengeld I.

Niedrigster Anteil in Bayern, höchster Anteil in Bremen

Auf eine entsprechende Statistik der Bundesagentur für Arbeit machte die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann aufmerksam. Den niedrigsten Anteil von Erwerbslosen im Hartz-System hatten Bayern mit 47,7 und Baden-Württemberg mit 54,8 Prozent, den höchsten hatte Bremen mit 78,1 Prozent.

Hartz IV spielt auch in anderen Ländern die weitaus größte Rolle: in Berlin mit 74,6 Prozent, in Sachsen-Anhalt mit 72,2 Prozent, in Nordrhein-Westfalen mit 71,7 Prozent, in Brandenburg mit 70,2 Prozent und im Saarland mit 70,1 Prozent.

Große Unterschiede zwischen Ost und West

In den anderen Ländern lag der Anteil im Vergleich zum Arbeitslosengeld I zwischen 60,3 Prozent (Rheinland-Pfalz) und 69,5 Prozent (Sachsen). In Ostdeutschland insgesamt waren 70,6 Prozent der Arbeitslosen im Hartz-System, im Westen 64,8 Prozent.

Autor

 Deutsche Presseagentur