Soziales / 12.12.2018

Hartz-IV: Weiterbildung von Eltern hilft auch Kindern

Nehmen Hartz-IV-Empfänger an einer Weiterbildung teil, haben ihre Kinder laut einer Studie bessere Chancen am Arbeitsmarkt.

Vortrag einer Frau – Bildnachweis: Fotolia.com © contrastwerkstatt

Nürnberg (dpa). Kinder von Hartz-IV-Empfängern, die an einer Weiterbildung teilgenommen haben, machen später häufiger eine Ausbildung und haben öfter eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hervor.

Die Forscher untersuchten, wie sich die Arbeitsmarkt-Förderungen für die Eltern auf deren Kinder auswirken – zwei bis acht Jahre später. Die Kinder waren 16 oder 17 Jahre alt, als ihre Eltern an der Förderung teilnahmen.

Weiterbildung der Eltern wirkt sich auf die Jobchancen der Kinder positiv aus

Kinder von Arbeitslosengeld-II-Empfängern, die eine Weiterbildung machten oder mit Lohnsubventionen gefördert wurden, machten demnach häufiger eine Lehre und hatten öfter einen regulären Job als Kinder, deren Eltern nicht an einer Maßnahme teilnahmen. Ein-Euro-Jobs der Eltern hatten nur sehr geringe Auswirkungen auf die Jobchancen der Kinder.

„Wenn Eltern arbeitslos sind oder Sozialleistungen beziehen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass dies später auch auf ihre erwachsenen Kinder zutrifft“, sagte die IAB-Forscherin Cordula Zabel nach Angaben vom Montag. Mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen könne man aber gegensteuern. Es lohne sich daher doppelt, in die Weiterbildung und Beschäftigung von Hartz-IV-Empfängern zu investieren.

Weitere Informationen

doku.iab.de
IAB-Studie

www.iab.de
Presseinformation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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 Deutsche Presseagentur