Soziales / 25.07.2018

Haushaltshilfe: Antrag schon im Krankenhaus

Anspruch auf eine Haushaltshilfe hat, wer sich gesunheitshalber zeitweise nicht um den Haushalt kümmern kann - und keine Mitbewohner hat.

Düsseldorf (dpa/tmn). Wer nach einer Operation eine Haushaltshilfe benötigt, sollte sich schon aus der Klinik heraus darum kümmern. So stellen Betroffene eine möglichst reibungslose Versorgung sicher, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Anspruch auf eine Haushaltshilfe hat, wer sich zeitweise aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst um den Haushalt kümmern kann - und keine Mitbewohner hat, die die Aufgaben übernehmen könnten.

Beantragt wird die Unterstützung schriftlich bei der Krankenkasse. Dem Formular beilegen müssen Betroffene eine Bescheinigung des Arztes. Darin müssen die Diagnose und die daraus resultierenden Einschränkungen vermerkt sein. Außerdem wichtig: Von wann bis wann und in welchem Umfang braucht jemand aus ärztlicher Sicht Unterstützung? Der Anspruch besteht für maximal vier Wochen. Leben Kinder unter zwölf Jahren im Haushalt, sind es höchstens 26 Wochen. Mögliche Aufgabengebiete einer Haushaltshilfe sind Wäsche waschen, putzen, einkaufen, Essen kochen, Botengänge und die Beaufsichtigung von Kindern.

Eine professionelle Kraft schließt direkt einen Vertrag mit der Krankenkasse. Dann müssen Versicherte maximal zehn Euro pro Tag dazu bezahlen. Vermittelt werden Haushaltskräfte zum Beispiel von Wohlfahrtsverbänden, Pflegediensten oder örtlichen Dienstleistern. Übernehmen Freunde oder Nachbarn die Haushaltsaufgaben, zahlt die Kasse eine Aufwandsentschädigung von 5 bis höchstens 9,50 Euro pro Stunde. Ehepartner und nahe Verwandte müssen einen Verdienstausfall oder Fahrtkosten nachweisen.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst