Rente / 24.07.2019

Haushaltsrekord bei der DRV Bayern Süd

Rentenversicherer für Ober- und Niederbayern konnte Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um fast 900 Millionen Euro steigern.

Bild zum Beitrag "Haushaltsrekord für die DRV Bayern Süd". Das Bild zeigt die Vorsitzenden des Vorstands und der Vertreterversammlung bei der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd.

Dr. Verena Di Pasquale und Ivor Parvanov, alternierende Vorsitzende des Vorstandes, Elisabeth Häusler und Gerhard Witthöft, Geschäftsführung, Günter Zellner und Hermann Brandl, alternierende Vorsitzende der Vertreterversammlung (v.li.)

Altötting (drv/sth). "Wir sind finanziell gut aufgestellt, dennoch erwarten wir künftig höhere Ausgaben." Mit breiter Brust und zugleich warnendem Zeigefinger wandte sich Günter Zellner, Vorsitzender der Vertreterversammlung und zugleich Geschäftsführer des DGB Bayern für die Region Oberbayern, am Dienstag in Altötting an die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bayern Süd. Im Rahmen der Sitzung nahm das wichtigste Selbstverwaltungsgremium des Rentenversicherers das Haushaltsergebnis für das Jahr 2018 entgegen. Zellner weiter: "Dank guter ökonomischer Rahmenbedingungen setzt sich die positive wirtschaftliche Entwicklung auch bei uns in der Region fort. Dies führt dazu, dass wir bereits in Folge einen Rekord bei unseren Beitragseinnahmen verzeichnen."

Laut Rechnungsergebnis standen dem Rentenversicherungsträger für Ober- und Niederbayern rund 13,8 Milliarden Euro in 2018 zur Verfügung. Dies bedeuten Mehreinnahmen gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 895 Millionen Euro. Größter Ausgabeposten waren Rentenzahlungen in Höhe von knapp 12 Milliarden Euro. Den geringsten Anteil der Ausgaben wiesen Verwaltungskosten von 1,6 Prozent vom Gesamtvolumen auf. Für Zellner ein erfreuliches Ergebnis: "Dies zeigt deutlich, wie verantwortungsbewusst und wirtschaftlich die Rentenversicherung mit Beitragsgeldern umgeht."

Erste Anzeichen für eine zurückgehende Konjunktur erkennbar

Ebenso erfreut über das positive Ergebnis zeigte sich Herrmann Brandl, alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung und zugleich Geschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw), Bezirksgruppe Oberpfalz. Mit Blick in die Zukunft warnte er jedoch davor, dass bereits erste Anzeichen für eine zurückgehende Konjunktur zu erkennen seien: "Dies wird sich deutlich auf die Einnahmenseite auswirken." Auch die Ausgaben würden ansteigen, so Brandl weiter: "Der demografische Wandel wird die Rentenversicherung einholen. Mehr Rentenzahlungen werden einer geringeren Höhe an Beitragseinnahmen gegenüberstehen." Die Rentenversicherung sei für viele Menschen die wichtigste Säule der Altersabsicherung. Daher müsse es die Arbeit der eingesetzten Rentenkommission der Bundesregierung sein, das System weiter zu stärken und die Rentenversicherung finanzierbar zu halten.

Brandl und Zellner forderten erneut eine systemgerechte Finanzierung und verwiesen darauf, dass die Rentenversicherung durch den Bund jährlich 30 Milliarden Euro nicht beitragsgedeckter Leistungen erbringe. Der Bund müsse sich langfristig finanziell an den übertragenen Aufgaben beteiligen. Nur so könne die Funktionsfähigkeit der Rentenversicherung, auch angesichts des demografischen Wandels, sichergestellt werden. Der Arbeit der Rentenkommission käme dabei eine entscheidende Rolle zu. Man hoffe, dass der Kommissionsbericht, der für Anfang nächsten Jahres geplant sei, dies berücksichtige, erklärten die beiden ehremamtlich tätigen Mitglieder der Selbstverwaltung.

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 Deutsche Rentenversicherung