Soziales / 27.12.2019

Heikle Themen brauchen ihren Raum

Niemand redet gerne über das Älterwerden – schon gar nicht mit den eigenen Eltern. Und doch muss es manchmal sein. Tipps für zielführende Gespräche

Bild zum Thema Heikle Themen brauchen ihren Raum: Diskussion zwischen Tochter und Mutter im Seniorenalter.

Berlin (dpa/tmn). Der Führerschein, den man eigentlich mal abgeben müsste. Der Toilettengang, der nicht mehr so klappt. Das Kochen, das langsam gefährlich wird. Rund um die Pflege gibt es viele Anlässe für heikle Gespräche. Auch und gerade zwischen Kindern und ihren Eltern sind die nicht immer leicht zu führen. Doch es gibt Methoden, die dabei helfen, heißt es im Magazin „Pflege daheim“ (Ausgabe 2/2019).

Zeit füreinander nehmen und Emotionen zulassen

Wichtig ist vor allem, die Gespräche nicht unter Zeitdruck und zwischen Tür und Angel zu führen – denn heikle und emotionale Themen brauchen ihre Zeit. Und auch Gefühle brauchen Raum: Der Versuch, solche Gespräche auf einer sachlichen Ebene zu führen, ist vermutlich zum Scheitern verurteilt. Geht es an die persönliche Unabhängigkeit des Einzelnen, muss es fast zwangsläufig emotional werden.

Konkrete Bitten statt Forderungen

Daher sollten die Teilnehmer an solchen Gesprächen von vornherein versuchen, aufrichtig und offen über Gefühle und Ängste zu sprechen. Konkrete Bitten sind gut, Forderungen dagegen schlecht. Und gutes, aufmerksames Zuhören ist ohnehin Pflicht. Auch ein Sprechen auf Augenhöhe kann helfen: Wenn ein Gesprächspartner liegt, sollte der andere also möglichst neben ihm sitzen – und nicht über ihm thronen.

Autor

 Deutsche Presseagentur – Themendienst