Rente / 11.06.2018

Heil stellt Betriebs- und Mütterrente auf den Prüfstand

Bezieher von Betriebsrenten zahlen doppelt Krankenkassenbeiträge. Heil will das prüfen lassen – und ob es ein Alternativmodell zur Mütterrente gibt.

Berlin (dpa). Bundesarbeitsminister Hubertus Heil möchte Empfänger von Betriebsrenten von zusätzlichen Abgaben entlasten. „Der Abschluss von Betriebsrenten wird leider immer noch dadurch gebremst, dass man später als Rentner auf die Auszahlungen den doppelten Krankenkassenbeitrag, also den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil, zahlen muss“, erklärte der SPD-Politiker in der „Bild am Sonntag“. „Diese Regelung muss auf den Prüfstand.“

Heil prüft Alternativmodell der Mütterente

Zugleich bekräftigte Heil, dass er bei der geplanten Mütterrente ein Alternativmodell erwägt, das allen älteren Müttern zugutekommt und nicht nur solchen mit mindestens drei Kindern.

„Ich prüfe derzeit noch, ob es nicht besser ist, einen halben Rentenpunkt für alle vor 1992 geborenen Kinder zu geben“, sagte er.

Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, dass lediglich Mütter mit mindestens drei vor 1992 geborenen Kindern einen ganzen Rentenpunkt pro Kind anerkannt bekommen sollen.

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 Deutsche Presseagentur