Gesundheit / 30.10.2019

Hilfsangebote bei Suizid-Gefahr

Der Gedanke an Selbstmord kommt nicht plötzlich – werden rechtzeitig Hilfsangebote wahrgenommen, lässt sich ein Suizid manchmal verhindern.

Bild zum Thema Hilfsangebote bei Suizid-Gefahr: Mann im mittleren Alter schaut melancholisch aus dem Fenster.

Dresden (dpa/tmn). Wenn jemand nicht mehr leben möchte, kommt das oft nicht von heute auf morgen. Werden Hilfsangebote rechtzeitig wahrgenommen, lässt sich in manchen Fällen ein Suizid verhindern. Einige Anlaufstellen für Betroffene und deren Angehörige, zusammengestellt von der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention:

Telefonseelsorge

www.telefonseelsorge.de

Unter den Telefonnummern

0800 111 0 111 und 0800 111 0 222

können Betroffene und deren Angehörige rund um die Uhr anonym Hilfe suchen – und zwar kostenfrei und bundesweit. Die Telefonseelsorge bietet auch Unterstützung per E-Mail und Chat sowie im persönlichen Gespräch über ihre Beratungsstellen vor Ort.

Sozialpsychiatrische Dienste

In jeder Stadt und Gemeinde können sich Hilfesuchende an einen Sozialpsychiatrischen Dienst wenden. Die Mitarbeiter beraten und vermitteln bei Bedarf weitere Hilfe. Die Dienste sind meist den Gesundheitsämtern zugeordnet. Kontaktdaten wie Adresse und Telefonnummer erhält man über das kommunale Amt.

Deutscher Kinderschutzbund

www.dskb.de

Der DKSB betreibt zwei kostenlose und bundesweit erreichbare Hotlines: das Elterntelefon unter

0800 111 0 550

sowie das Kinder- und Jugendtelefon unter

0800 111 0 333.

Zu festgelegten Zeiten beraten Mitarbeiter Eltern und Nachwuchs zu Sorgen aller Art.

Deutsche Depressionshilfe

www.deutsche-depressionshilfe.de

Über die Webseite der Deutschen Depressionshilfe kann man zudem je nach Ort nach Krisendiensten und Beratungsstellen suchen. In Notfällen sollte man jedoch immer den Notruf unter 112 anwählen.

Weitere Informationen

www.suizidprophylaxe.de
Übersicht der Anlaufstellen (Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention)

www.deutsche-depressionshilfe.de
Übersicht über Hilfsangebote (Deutsche Depressionshilfe)

Autor

 Deutsche Presseagentur – Themendienst