Rente / 11.01.2018

Höhere Mütterrente ab drei Kindern?

Sondierungen der Groko-Unterhändler gehen in die letzte Runde. Ein Einigungswille scheint generell vorhanden – aber dicke Brocken liegen noch im Weg.

Berlin (sth). Die Sondierungsgespräche über eine mögliche neue große Koalition sollen am heutigen Donnerstag abgeschlossen werden. Laut Medienberichten könnte es aber wegen der zahlreichen noch strittigen Fragen bis spät in die Nacht dauern, ehe die Unterhändler von CDU, CSU und SPD einen Beschluss über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen fassen. Bis zuletzt waren offenbar zentrale Steuer- und Finanzfragen sowie wesentliche Entscheidungen in den Bereichen Migration, Arbeitsmarkt, Gesundheit, Pflege, Renten und Europa offen.

Im Bereich der Alterssicherungspolitik scheint die CSU den Berichten zufolge von ihrer Forderung abzurücken, dass auch von einer weiteren Verbesserung der sogenannten Mütterrente alle Frauen profitieren sollen, die vor 1992 geborene Kinder erzogen haben. Im Gespräch sei jetzt ein Modell, nach dem nur Mütter von drei oder mehr Kindern von der Erhöhung profitieren sollen, heißt es.

Zudem haben sich die Verhandlungsteilnehmer angeblich auf eine Kommission geeinigt, die Vorschläge erarbeiten soll, wie das Rentenniveau und die Höhe der Beiträge auch über 2030 hinaus in einem für Versicherte, Arbeitgeber und Rentner akzeptablen Rahmen bleiben können. Strittig sei aber noch immer die Ausgestaltung einer "Solidarrente": Die SPD wolle für Beschäftigte mit geringem Einkommen, die 35 Jahre oder länger Rentenbeiträge gezahlt haben, eine Rente oberhalb der staatlichen Grundsicherung,  heißt es. Dagegen wolle die Union erreichen, dass Renten bis zu einer bestimmten Höhe nicht auf die Grundsicherung angerechnet werden.