Soziales / 26.10.2021

IAB: Stimmung am Arbeitsmarkt leicht eingetrübt

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich auch im Oktober insgesamt postiv. Die Aufholjagd des Sommers ist aber vorbei.

IAB: Stimmung am Arbeitsmarkt leicht eingetrübt. – Logo der Arbeitsagentur.

Nürnberg (iab). Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ging im Oktober um 1,5 Punkte auf 104,7 Punkte deutlich zurück. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegt damit aber noch immer auf einem sehr hohen Niveau.

Der Indikator deutet darauf hin, dass der Arbeitsmarkt sich weiterhin günstig entwickeln wird, wenngleich in einem gezügelten Tempo. „Nach der furiosen Aufholjagd aus dem Sommer läuft die positive Arbeitsmarktentwicklung in gemäßigtere Bahnen“, erklärt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Die Beschäftigungskomponente des Frühindikators lag im Oktober bei 106,7 Punkten und damit um 0,1 Punkte niedriger als im Vormonat.

Der Beschäftigungsausblick bleibt damit weiterhin sehr positiv. Die Beschäftigung dürfte durch den Wiedereintritt von Personen, die sich in der Krise vom Arbeitsmarkt zurückgezogen hatten, und durch kurzfristige Nachholeffekte bei der Migration gestützt werden.

Arbeitslosigkeit sinkt langsamer

Während die Beschäftigungskomponente weitestgehend stabil bleibt, ist die Komponente für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit abermals stark zurückgegangen. Sie sank im Oktober um 3,0 Punkte und liegt mit 102,7 Punkten klar unter den Höchstwerten vom Sommer.

Das signalisiert noch immer eine sinkende Arbeitslosigkeit, aber deutlich langsamer als in der Erholungsphase am Arbeitsmarkt unmittelbar nach dem Lockdown-Ende. „Der Arbeitskräftebedarf bleibt hoch. Dennoch wird die Arbeitslosigkeit nicht mehr so schnell sinken. Nach der 1,5 Jahre anhaltenden Krise zeigen sich Risiken einer Verfestigung in Form höherer Langzeitarbeitslosigkeit“, so Weber.

Autor

 Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)