Finanzen / 17.04.2020

Ifo-Chef Fuest gegen Steuersenkungen

Geschlossene Betriebe sollten vom Staat nicht pauschal erhalten werden. Der Ifo-Präsident plädiert für gezielte Hilfen an zukunftsfähige Firmen.

Schweißen in einer Metall-Werkstatt.

München (dpa). Ifo-Präsident Clemens Fuest hat für gezielte Hilfen für Firmen in Not plädiert. Steuersenkungen für alle und breit angelegte Konjunkturprogramme dagegen seien wenig sinnvoll, sagte der Münchner Wirtschaftsprofessor am Freitag im Bayerischen Rundfunk.

Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich noch ein Jahr lang auf Einschränkungen einstellen. Deshalb sollten geschlossene Betriebe weiterhin Überbrückungshilfen bekommen. Unternehmen, die arbeiten dürfen, aber unter schwacher Nachfrage leiden, sollten von der öffentlichen Hand unterstützt werden, sagte Fuest und nannte staatliche Bauprojekte als Beispiel.

Wer nicht zukunftsfähig ist, sollte vom Staat nicht erhalten werden

Doch nicht alle Firmen sollten staatlicherseits erhalten werden. „Man muss schon überlegen, welche Bereiche eine Zukunft haben“, sagte der Ifo-Chef. Der jetzige Stillstand sei für manche Betriebe auch die Zeit, Innovationen zu planen.

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 Deutsche Presseagentur