Rente / 27.01.2023

Immer mehr häuslich Pflegende erwerben Rentenansprüche

Seit 2016 ist die Zahl der Menschen, die Angehörige oder fremde Menschen in deren Wohnung pflegen, um mehr als das Dreifache gestiegen.

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Frankfurt (sth). Immer mehr Frauen und Männer pflegen Angehörige, Freunde oder Nachbarn in deren Wohnung und erhöhen dadurch ihren späteren Rentenanspruch. Nach neuen Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV), die ihre-vorsorge.de vorliegen, stieg die Zahl der sogenannten Pflegepersonen im Jahr 2021 auf mehr als 963.000. Das waren etwa 69.000 oder 7,8 Prozent häuslich Pflegende mehr als vor einem Jahr und mehr als dreimal so viele wie 2016, dem letzten Jahr, bevor die heute gültige Pflegereform in Kraft trat. Damals waren DRV-Angaben zufolge erst 302.000 Pflegende rentenversicherungspflichtig beschäftigt.

Rentenbeiträge für Pflegende zahlt die Pflegekasse des oder der Pflegebedürftigen, wenn die Pflegebedürftigkeit anerkannt ist, die Pflege ehrenamtlich geleistet wird und den Einsatz von mindestens zehn Wochenstunden erfordert. Rund 87 Prozent der Pflegepersonen im Jahr 2020 waren nach einer Analyse des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen Frauen. Einer der Gründe dafür sei, „dass der Umfang der Erwerbstätigkeit während der Pflege auf 30 Stunden pro Woche begrenzt ist“, heißt es in der IAQ-Studie. Wer mehr als 30 Stunden pro Woche neben der Pflege arbeitet, bekommt für die Pflege keine Rentenbeiträge gezahlt.  

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Autor

Stefan Thissen