Soziales / 29.09.2021

Immer mehr Senioren leben alleine

Jeder Dritte über 65 verbringt den Ruhestand ohne Partner – Zeichen einer alternden Gesellschaft.

Immer mehr Senioren leben alleine. – Rentner sitzt in einem Sessel.

Wiesbaden (dpa/destatis). Die Zahl der alleinlebenden älteren Männer und Frauen in Deutschland steigt. So wohnten im vergangenen Jahr rund 5,9 Millionen Menschen ab 65 Jahren alleine. Das ist etwa jeder Dritte (34 Prozent) in dieser Altersgruppe, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. 20 Jahre zuvor waren es demnach noch 5,1 Millionen.

„Wenn Partner oder Partnerin sterben, bleiben viele ältere Menschen allein zurück. Das ist der Hauptgrund dafür, dass mit zunehmendem Alter der Anteil der Alleinlebenden steigt“, erklärten die Statistiker. So hätten in der Altersgruppe 65plus noch fast zwei Drittel (62 Prozent) angegeben, einen Partner oder eine Partnerin zu haben. Bei den über 85-Jährigen sei es nur noch ein Drittel (34 Prozent).

Überwiegende Mehrheit lebt zuhause

Die überwiegende Mehrheit der älteren Menschen bleibt im eigenen Hausstand – auch im hohen Alter. Im vergangenen Jahr lebten nur etwa 4 Prozent der über 65-Jährigen in einer Pflegeeinrichtung, einem Altersheim oder einer ähnlichen Gemeinschaftsunterkunft. Auch bei den Hochbetagten der Altersgruppe 85plus lebte weniger als ein Fünftel (18 %) in einer solchen Einrichtung.

Aufgrund der alternden Gesellschaft ist die Zahl der Seniorenhaushalte insgesamt deutlich gestiegen. So war zuletzt jeder vierte (25 Prozent) ein reiner 65plus-Haushalt. Vor zwanzig Jahren war es noch rund jeder fünfte (21 Prozent). Insgesamt lebten in Deutschland im vergangenen Jahr 18,3 Millionen Menschen im Alter 65plus – das entspricht einem Anteil von 22,0 Prozent an der Gesamtbevölkerung.

Autor

 Deutsche Presseagentur