Rente / 16.09.2020

Immer weniger Heranwachsende beziehen Waisenrente

Im Jahr 2019 bekamen noch 53.000 Kinder und Jugendliche erstmals eine Hinterbliebenenrente gezahlt – über ein Drittel weniger als 1995.

Vater und Tochter schauen sich auf dem Sofa zusammen ein Kinderbuch an.

Bad Homburg (sth). Immer weniger Heranwachsende bekommen wegen des Todes eines oder beider Elternteile eine Waisenrente gezahlt. Wie aus aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervorgeht, die www.ihre-vorsorge.de vorliegen, bekamen im Jahr 2019 noch knapp 53.000 Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene in der Ausbildung erstmals eine gesetzliche Hinterbliebenenrente überwiesen. Das waren über 3.300 Waisenrentnerinnen und -rentner weniger als 2018 und etwa 32.000 weniger als 1995, als noch rund 85.000 Heranwachsende erstmals waisenrentenberechtigt waren. Die Zahl der neuen Waisenrentenempfänger reduzierte sich damit innerhalb von 24 Jahren um mehr als ein Drittel.

Insgesamt erhielten 2019 den neuen DRV-Zahlen zufolge knapp 300.000 Mädchen und Jungen in Deutschland eine Waisenrente, etwa 4.000 weniger als im Vorjahr und etwa 111.000 weniger als 1995. Das dürfte in erster Linie an der generell gesunkenen Kinderzahl in Deutschland sowie an der rückläufigen Zahl an tödlichen Unfällen und nicht heilbaren Erkrankungen ihrer Eltern liegen. Mehr als 52.000 Kinder und Jugendliche, die nach dem Tod eines Elternteils im vergangenen Jahr erstmals eine Halbwaisenrente  erhielten, bekamen eine durchschnittliche Monatsrente von etwa 194 Euro überwiesen. Knapp 700 neue Vollwaisen, die beide Elternteile verloren haben, erhielten 2019 im Schnitt rund 392 Euro Rente von der Rentenversicherung.   

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Link zu weiteren Informationen der Deutschen Rentenversicherung über die gesetzliche Waisenrente

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Autor

Stefan Thissen