Rente / 27.12.2018

Immer weniger Renten an Waisen

Im Jahr 2017 bekamen knapp 56.000 Kinder und Jugendliche erstmals eine Hinterbliebenenrente gezahlt – ein Drittel weniger als 1995.

Bad Homburg (sth). Immer weniger Heranwachsende bekommen wegen des Todes eines oder beider Elternteile eine Waisenrente gezahlt. Wie aus aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht, bekamen im vergangenen Jahr noch etwa 55.800 Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene in der Ausbildung erstmals eine gesetzliche Hinterbliebenenrente überwiesen. Das waren etwa 4.000 Waisenrentnerinnen und -rentner weniger als 2016 und knapp 27.000 weniger als Mitte der 1990er-Jahre, als noch rund 85.000 Heranwachsende erstmals waisenrentenberechtigt waren. Die Zahl der neuen Waisenrentenempfänger reduzierte sich damit innerhalb von gut zwei Jahrzehnten um rund ein Drittel.

Insgesamt erhielten 2017 rund 311.500 Mädchen und Jungen in Deutschland eine Waisenrente, fast 12.000 weniger als im Vorjahr und etwa 100.000 weniger als 1995. Das dürfte in erster Linie an der generell gesunkenen Kinderzahl in Deutschland sowie an der rückläufigen Zahl an tödlichen Unfällen und nicht heilbaren Erkrankungen ihrer Eltern liegen. Rund 55.000 Kinder und Jugendliche, die nach dem Tod eines Elternteils im vergangenen Jahr erstmals eine Halbwaisenrente  erhielten, bekamen eine durchschnittliche Monatsrente von etwa 178 Euro überwiesen. Rund 770 neue Vollwaisen, die beide Elternteile verloren haben, erhielten 2017 im Schnitt rund 356 Euro Rente von der Rentenversicherung.   

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Link zu weiteren Informationen der Deutschen Rentenversicherung über die gesetzliche Waisenrente

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Autor

Stefan Thissen