Rente / 15.07.2019

Immobilien gelten als die beste Altersvorsorge

Fast 80 Prozent der Bundesbürger halten die eigenen vier Wände zur Sicherung des Alters für besonders wertvoll. Gesetzliche Rente auf Platz 2.

Bild zum Beitrag "Das eigene Haus gilt als beste Altersvorsorge". Das Bild zeigt die Baustelle eines Neubaus.

Berlin (sth). Eine Immobilie gilt den Bundesbürgern derzeit als die beste Form der Altersvorsorge. 79 Prozent von mehr als 1.000 im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung befragten Frauen und Männern bezeichneten bei einer Umfrage in diesem Jahr das selbst genutzte Häuschen oder die selbst genutzte Eigentumswohnung als sinnvollste Investition zur Sicherung des Lebens im Alter. Auf Platz 2 landete mit 72 Prozent die gesetzliche Rente – gleichauf mit einer betrieblichen Altersversorgung. Diese Zahlen stellte Ende vergangener Woche Heiko Dees vom Hamburger Marktforschungsunternehmen Ipsos Loyalty vor Journalisten in Berlin vor.

Alle drei Vorsorgeformen legten – ebenso wie Lebens- oder private Rentenversicherungen – gegenüber einer vergleichbaren Studie aus dem Jahr 2014 bei der Beliebtheit zwischen 12 und 22 Prozentpunkten zu. Auch Renten aus berufsständischen Versorgungswerken (die obligatorische Altersvorsorge von Freiberuflern, d. Red.) sowie Miet- oder Pachteinnahmen aus Haus- und Grundbesitz zählten die Befragten zu den "idealen" Formen der Altersvorsorge. Dagegen gehörten Erbschaften oder Bausparverträge der Umfrage zufolge mit Zustimmungsraten von etwa 40 Prozent zu den weniger bevorzugten Vorsorgemöglichkeiten.

Mehr als 80 Prozent der Bürger kennen die Rentenversicherung

Mehr als 80 Prozent der Umfrageteilnehmer wussten, dass die gesetzliche Rente in Deutschland durch die Rentenversicherung organisiert wird. Allerdings nannten nur etwas mehr als 60 Prozent den heutigen offiziellen Namen "Deutsche Rentenversicherung"; weiteren 21 Prozent fielen die früheren Bezeichnungen "BfA" (Bundesversicherungsanstalt für Angestellte) und "LVA" (Landesversicherungsanstalt) ein. Nach gezielter Rückfrage, ob der Name "Deutsche Rentenversicherung" bekannt sei, wurde dies von 96 Prozent der Befragten bestätigt.

Etwa drei Viertel der Bundesbürger halten laut der Umfrage die Rentenversicherung in Fragen der Altersvorsorge mindestens für vertrauenswürdig. Bei guter persönlicher Kenntnis von der Bedeutung der Rentenversicherung war das Vertrauen der Befragten in die Rentenversicherung demnach mit mehr als 80 Prozent auch "überdurchschnittlich hoch". Dies gelte ebenso für das Verhältnis von jüngeren Menschen zur Rentenversicherung, so Ipsos-Marktforscher Dees. Unter den 16-34-Jährigen ergab sich nach seinen Angaben – ähnlich wie bei den anderen Altersgruppen – ein Zustimmungswert von 73 Prozent.   

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www.deutsche-rentenversicherung.de

Folien zum Vortrag von Ipsos-Marktforscher Heiko Dees über das Ansehen der Deutschen Rentenversicherung

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Autor

Stefan Thissen