Gesundheit / 26.09.2017

Infarkt: Nachsorgeprogramme helfen

Deutsche Herzstiftung empfiehlt nach einem Herzinfarkt Reha und Nachsorge. Programme wie "IRENA" noch zu wenig bekannt.

Frankfurt/Main (dpa/tmn/mjj) Menschen mit einer Herzerkrankung sollten nach der ersten Behandlung eine Reha in Anspruch nehmen. Das empfiehlt die Deutsche Herzstiftung: "Die Rehabilitation senkt langfristig das Risiko an einem Herzinfarkt zu sterben", betont der Kardiologe Prof. Dr. med. Axel Schlitt, Mitautor des aktuellen Herzberichts. In der Rehaklinik lernen die Betroffenen unter anderem, wie sie ihr Risiko für einen Herzinfarkt mit der richtigen Ernährung und viel Bewegung klein halten. Auch um psychische Probleme wie Ängste kümmern sich die Ärzte dort.

"Reha-Nachsorge schenkt Lebensjahre"

Ist die Maßnahme vorüber, müssen die Patienten allerdings weiterhin gesund leben. "Die Reha wirkt mindestens ein Jahr nach", sagt Prof. Schlitt, "danach verwaschen die positiven Effekte, weil die Patienten häufig in ihren alten Trott zurückfallen."

Dem entgegen wirken Nachsorgeprogramme - auch sie werden von der Deutschen Rentenversicherung finanziert. Doch diese werden von den Versicherten zu selten genutzt, wie die Deutsche Herzstiftung beklagt. In der Regel bietet das Ärzteteam am Ende der stationären Reha ein passendes Programm an. Aber auch Patienten können selbst danach fragen oder nach Begriffen wie "Irena" oder "Karena" auf der Seite ihrer Rentenversicherung suchen.  "Über die Angebote sollte", so Schlitt, "viel häufiger informiert und geworben werden. Damit die Rehabilitation noch mehr Lebensjahre schenkt."

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst