Finanzen / 13.04.2018

Inflation bleibt ein zartes Pflänzchen

Mit den Temperaturen steigt die Inflationsrate: Plus 1,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Mieten ziehen weiter an.

Wiesbaden (dpa/mjj) Die Verbraucherpreise in Deutschland haben im März wieder angezogen. Die Inflationsrate kletterte auf 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte und damit vorläufige Zahlen bestätigte.

Im Februar hatte die jährliche Teuerungsrate noch bei 1,4 Prozent gelegen und im Januar ebenfalls bei 1,6 Prozent. Anfang des Monats zeigte sich EZB-Chef Mario Draghi optimistisch, dass sich die Inflation dem Preisziel der Notenbank von knapp zwei Prozent mittelfristig annähern werde.

Dieser Wert gilt als Garant für stabile Preise, weil er weit genug entfernt ist von der Nullmarke. Denn sind Preise dauerhaft niedrig oder sinken gar auf breiter Front, könnten das Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das könnte das Wachstum ausbremsen.

Marktbeobachter erwarten, dass die Zentralbank erst um die Jahreswende herum ihre Geldpolitik etwas lockert.

Nahrungsmittel und Mieten treiben Inflationsrate

Verantwortlich für den Anstieg im März waren vor allem teurere Nahrungsmittel (plus 2,9 Prozent) und höhere Mieten (plus 1,6 Prozent). Für Wohnen verwenden Verbraucher einen großen Teil ihrer Konsumausgaben. Billiger wurden hingegen fast alle Gemüsesorten. Für Pauschalreisen mussten Urlauber in der Reisesaison zu Ostern ebenfalls mehr zahlen als im Vorjahresmonat (plus 3,2 Prozent). Energie verteuerte sich hingegen nur leicht (plus 0,5 Prozent). Von Februar auf März des laufenden Jahres stieg die Inflationsrate nach Angaben der Statistiker um 0,4 Prozent.