Finanzen / 02.10.2019

Inflation in Eurozone fällt

Inflation in Eurozone fällt auf tiefsten Stand seit fast drei Jahren

Bild zum Thema Inflation in Eurozone fällt: Euro-Geldscheine zu Bündeln gerollt.

Luxemburg (dpa). Der Preisauftrieb in der Eurozone hat sich im September überraschend abgeschwächt. Die Inflation erreichte den tiefsten Stand seit fast drei Jahren. Die Verbraucherpreise seien im Jahresvergleich um 0,9 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit. Das ist die niedrigste Inflationsrate im Währungsraum seit November 2016.

Überraschende Entwicklung der Inflationsrate

Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im Mittel mit einer unveränderten Inflationsrate von 1,0 Prozent gerechnet. In der Eurozone liegt die Teuerungsrate damit weit von der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) entfernt, die mittelfristig eine Inflation von knapp zwei Prozent anpeilt.

Ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Lebensmittel und Energie (Kernindex) stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,0 Prozent. Analysten hatten dies erwartet.

EZB hat Geldpolitik erneut gelockert

Die EZB hatte ihre bereits sehr großzügige Geldpolitik zuletzt erneut deutlich gelockert. Neben der schwächeren Konjunktur gab sie als Grund den seit langem schwachen Preisanstieg im Währungsraum an. Viele Ökonomen bezweifeln jedoch, dass die zusätzliche Lockerung die Teuerung an den Zielwert der Notenbank heranführen wird.

Autor

 Deutsche Presseagentur