Finanzen / 14.02.2018

Inflation wieder auf Rückzug

Inflation im Januar bei 1,6 Prozent. Energiepreise steigen schwächer aber Nahrungsmittel werden teurer.

Wiesbaden (dpa) Die Entwicklung der Energiepreise hat den Anstieg der Inflation zu Jahresbeginn gedämpft. Im Januar stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Daten. Im Dezember hatte die Jahresteuerungsrate noch 1,7 Prozent und im November 1,8 Prozent betragen.

Nahrungsmittel und Mieten teurer

Vor allem der unterdurchschnittliche Anstieg der Energiepreise (plus 0,9 Prozent) dämpfte den Preisauftrieb. Im Dezember hatte sich Energie binnen Jahresfrist noch um 1,3 Prozent verteuert und im November um 3,7 Prozent.

Tiefer in die Tasche greifen mussten Verbraucher erneut für Nahrungsmittel (plus 3,1 Prozent). Der Trend hält seit einem halben Jahr an. Kaltmieten erhöhten sich im Januar binnen Jahresfrist um 1,7 Prozent. Höhere Mieten machen sich besonders stark bemerkbar, da private Haushalte einen größeren Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden.

EZB-Ziel immer noch in weiter Ferne

Gegenüber dem Vormonat sanken die Verbraucherpreise insgesamt um 0,7 Prozent. Die nach europäischen Standards errechnete Inflationsrate (HVPI) für Deutschland lag 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Die Rate ist wichtig für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt mittelfristig für den gesamten Euroraum eine Inflation von knapp unter 2,0 Prozent an. Weil dieses Ziel der Preisstabilität seit Jahren verfehlt wird, versucht die EZB mit viel billigem Geld nachzuhelfen.

Autor

 Deutsche Presseagentur