Rente / 17.06.2019

Inklusion bringt Chancen für alle

Inklusion, Prävention und Reha: Die DRV Hessen bietet Programme, um möglichst viele Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen.

Birgit Büttner, Vorsitzende des Geschäftsführung der DRV Hessen, und Paul Weimann, Landesvorsitzender des Sozialverbands VdK.

Morschen (kr). „Inklusion ist möglich – in allen gesellschaftlichen Bereichen.“ Mit diesen Worten fasste Paul Weimann, Landesvorsitzender des Sozialverbands VdK, die Ziele seiner 275.000 Mitglieder in Hessen-Thüringen zusammen. Weimann referierte als Gastredner bei der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Hessen. In seiner Frühjahrssitzung im nordhessischen Morschen unter Leitung des alternierenden Vorsitzenden Gerd Brücker beschäftigte sich das Parlament des hessischen Rentenversicherungsträgers schwerpunktmäßig mit Aspekten der Teilhabe von Menschen am Arbeitsleben.

Paul Weimann stellte in seinem Vortrag fest, dass großen Teilen der Bevölkerung der Begriff Inklusion nicht geläufig. sei. „Inklusion heißt, jeden mitzunehmen – unabhängig von persönlichen Voraussetzungen.“ Das betreffe Menschen mit Behinderungen ebenso wie alle anderen. In der Praxis ließ sich dieser Anspruch leider nicht immer realisieren, bedauerte der VdK-Landesvorsitzende. In den Schulen zum Beispiel sei das Gesetz aufgrund fehlender Sonderpädagogen oft nicht umsetzbar.

Menschen im Mittelpunkt

Auch in den Bereichen Prävention und Rehabilitation wies Weimann auf Probleme hin. Zu einen seien Trainingsorte in vielen Fällen zu weit vom Wohnort der Patienten entfernt. Zum anderen könnten viele Beschäftigte Präventionsangebote nicht wahrnehmen, weil Arbeitgeber sie für Trainingseinheiten nicht freistellen würden. Er appellierte daher an die Arbeitgeber, mehr in Menschen zu investieren: „Es lohnt sich.“

Dr. Stefan Hoehl, alternierender Vorstandsvorsitzender der DRV Hessen, versicherte in der anschließenden Diskussion, dass die Arbeitgeber ein hohes Interesse daran hätten, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit Ihrer Beschäftigten zu erhalten. Einig zeigten sich VdK und Vertreter der Rentenversicherung in dem Ziel, dass Erwerbsminderungsrenten künftig immer weniger nötig sein sollen. Entsprechend der Vorgabe „Prävention vor Reha vor Rente“ solle immer stärker in präventive Maßnahmen und damit in die Gesundheit der Menschen investiert werden.

Innovative Projekte

Birgit Büttner, Vorsitzende des Geschäftsführung der DRV Hessen, und das Mitglied der Geschäftsführung Thomas Hild-Füllenbach stellten anschließend verschiedene Projekte der DRV Hessen zur Weiterentwicklung der bestehenden Präventions- und Rehabilitationsprogramme vor. Dazu gehören unter anderem das Projekt „rehapro“, bei dem neue Kooperationsformen erprobt werden, sowie der Firmenservice, der alle Beratungsangebote der DRV für Arbeitgeber unter einem Dach bündeln soll.

Das Ziel einer verbesserten Patientenbetreuung verfolgt auch ein neues „Nahtlosverfahren“, bei dem Suchterkrankte nach dem klinischen Entzug direkt in die Reha überwiesen werden, um das Rückfallrisiko in der sonst entstehenden Übergangszeit zu minimieren. Weitere Projekte dienen der besseren Koordination zwischen Renten- und Krankenversicherung oder der Installation eines persönlichen Reha-Fallmanagements zur Optimierung der Patientenbetreuung.

Büttner kommentierte das umfangreiche Innovationsprogramm der DRV Hessen mit den Worten: „In der Deutschen Rentenversicherung leben wir eine Kultur des Miteinanders.“

Weitere Informationen

Prävention: Leistungen der Deutschen Rentenversicherung
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Autor

Dr. Michael Krause