Soziales / 05.06.2019

Jeder Dritte gegen Einsatz von Robotern in der Pflege

Gemischte Gefühle bei digitalem Wandel: Jeder Dritte lehnt den Einsatz von Pflegerobotern ab. Vier von zehn stehen der Idee positiv gegenüber.

Bild zum Thema: Jeder Dritte gegen Einsatz von Robotern in der Pflege. Es zeigt eine alte Patientin beim Aufstehen aus dem Bett.

Berlin/Hamburg (dpa/tmn). Jeder Dritte in Deutschland (32 Prozent) lehnt es ab, Roboter in der Pflege einzusetzen. Das zeigt eine Studie der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (Acatech) und der Körber-Stiftung. Immerhin vier von zehn (40 Prozent) stehen der Idee positiv gegenüber.

Bundesbürger aufgeschlossener als Befragte in anderen Ländern

Damit sind die Bundesbürger immer noch aufgeschlossener als Befragte in anderen Ländern. Zum Vergleich: In Griechenland liegt die Ablehnung bei 76, in Portugal bei 71 und in Spanien bei 62 Prozent. Überdurchschnittlich hohe Zustimmungswerte zu Pflegerobotern gibt es in Polen (45 Prozent), Tschechien (42 Prozent) und Lettland (40 Prozent).

Digitaler Wandel wird mit gemischten Gefühlen aufgenommen

Der digitale Wandel wird in Deutschland grundsätzlich mit gemischten Gefühlen aufgenommen. 82 Prozent der Bundesbürger glauben zwar an einen positiven Einfluss auf die Wirtschaft. Im europäischen Mittel sind es nur 75 Prozent. Positive Auswirkungen auf die Gesellschaft sieht nur rund jeder Zweite in Deutschland (54 Prozent). Damit liegen die Deutschen 10 Prozentpunkte unter dem europäischen Durchschnitt (64 Prozent).

Für die Studie "Technikradar 2019" waren 2017 vom Berliner INFO-Institut 2002 Menschen ab 16 Jahren befragt worden. Diese Daten wurden unter anderem dem Eurobarometer 2014 gegenübergestellt.

Weitere Informationen:

www.koerber-stiftung.de

Studie "Technikradar 2019"

Autor

 Deutsche Presseagentur – Themendienst