Rente / 03.08.2018

Jobstarter: Ab dem ersten Tag gesichert

Auch Berufseinsteiger können einen Rentenanspruch haben, wenn sie auf dem Weg zur Arbeit oder am Arbeitsplatz einen Unfall erleiden.

Frankfurt/Main (drv). Ein wichtiger Hinweis der Deutschen Rentenversicherung Hessen an alle jungen Menschen, die jetzt ins Berufsleben starten: Berufsanfänger sind bereits mit dem ersten Ausbildungstag in der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert. Das bedeutet, auch Berufseinsteiger sind geschützt, wenn sie einen Arbeitsunfall, einen Wegeunfall oder eine Berufskrankheit erleiden. Sie haben von Anfang an Anspruch auf das Leistungspaket der gesetzlichen Rentenversicherung: Rehabilitation, Erwerbsminderungsrente und im Todesfall Hinterbliebenenrente für Ehepartner und Kinder.

Grundsätzlich entsteht ein Rentenanspruch zwar erst, wenn eine bestimmte Anzahl von Beiträgen entrichtet wurde, für Berufsanfänger kann jedoch ein einziger Beitrag für einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente genügen.

Beispiel: Kim S. aus Gießen (18) hat nach der Schule im September 2017 eine Ausbildung zur Kommunikationskauffrau begonnen. Sie verdient monatlich 580 Euro. Am 6. Mai 2018 wird sie auf dem Weg zur Arbeit schwer verletzt. Seitdem ist sie voll erwerbsgemindert. Da Kims Erwerbsminderung durch den Arbeitsunfall verursacht wurde, reichen die bisherigen neun Monate Versicherungszeit für den Rentenanspruch bereits aus. Für die Rentenberechnung zählt neben den bisherigen Versicherungszeiten auch die sogenannte Zurechnungszeit bis zum Alter von 62 Jahren und drei Monaten. So erhält Kim eine Monatsrente von rund 1.000 Euro.

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Link zur Broschüre der Deutschen Rentenversicherung über "Berufsanfänger und ihre Sozialversicherung"

Autor

 Deutsche Rentenversicherung Hessen