Rente / 03.09.2020

Journalist Steingart plädiert für Staatsfonds zur Alterssicherung

Kann ein Staatsfonds nach norwegischem Vorbild die Zukunft der Rente sichern? Ja, meint der langjährige Chefredakteur des „Handelsblatt“ Gabor Steingart.

Berlin (dpa). Der Journalist und Bestseller-Autor Gabor Steingart schlägt in seinem neuen Sachbuch einen Staatsfonds für die Alterssicherung in Deutschland vor. „Die Ware Arbeitskraft erfährt eine Abwertung durch die Technologisierung der Arbeitswelt. Unser Rentensystem hängt aber komplett an der Ware Arbeitskraft“, sagte der 58-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. „Durch die Technisierung wird der Faktor Kapital aufgewertet.“

Norwegen als Vorbild

In seinem Sachbuch „Die unbequeme Wahrheit. Rede zur Lage unserer Nation“ heißt es: „Ein Staatsfonds, der die Gelder nicht von der Hand der Arbeitnehmer in den Mund der Rentner umverteilt, sondern die Sozialbeiträge wirklich aller Bürger am Kapitalmarkt investiert, verspricht in der heutigen Zeit eine funktionstüchtige Absicherung für alle“. Steingart verweist auf Norwegen, wo es einen Staatsfonds gibt, der weltweit in Unternehmen investiert.

Steingart veröffentlichte in den vergangenen Jahren zahlreiche Sachbücher, darunter Bestseller. Zu seinen früheren beruflichen Stationen zählten die Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ und das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Autor

 Deutsche Presseagentur