Rente / 09.10.2017

JU: Höhere Mütterrente nicht aus Rentenkasse

Chef des Unions-Nachwuchses: CSU-Vorstoß ist grundsätzlich richtig, muss aber richtig finanziert werden.

Dresden (dpa). JU-Chef Paul Ziemiak hat sich gegen eine Finanzierung der von der CSU verlangten erweiterten Mütterrente auf Kosten Jüngerer ausgesprochen. Der Vorschlag sei grundsätzlich richtig, es gehe aber um die Frage, wer das bezahlen solle, sagte der Vorsitzende der Jungen Union (JU) am Freitag vor Beginn des dreitägigen "Deutschlandtages" des Parteinachwuchses von CDU und CSU in Dresden. "Wenn das wieder aus der Rentenkasse bezahlt werden soll, dann wird das zu steigenden Beiträgen führen. Das kann ich nicht gut heißen." Wenn CSU-Chef Horst Seehofer seinen Vorschlag mit den Beiträgen der jungen Menschen finanzieren wolle, "bin ich dagegen".

Die CSU macht sich dafür stark, dass Frauen, die vor 1992 Kinder geboren haben, drei statt zwei Jahre Erziehungszeit angerechnet bekommen. Damit würden sie jüngeren Müttern völlig gleichgestellt. Seit 2014 wird bei rund 9,5 Millionen Frauen mit vor 1992 geborenen Kindern bei der Rente ein zusätzliches Jahr Erziehungszeit angerechnet. Seehofer geht davon aus, dass von dem Vorschlag der CSU etwa zehn Millionen Frauen profitieren würden.