Rente / 31.03.2020

Junge Unions-Abgeordnete: Rentenbeitrag Kinderloser erhöhen

Paare ohne Kind sollen einen Zuschlag von einem Prozent zahlen, Paare mit einem Kind von 0,5 Prozent.

Bild zum Beitrag "". Das Bild zeigt ein junges Elternpaar, das mit einem Baby auf dem Sofa sitzt.

Berlin (dpa/sth). Jüngere Unionsabgeordnete fordern nach einem Medienbericht ein Rentenkonzept mit höheren Beiträgen für Kinderlose und steigendem Renteneintrittsalter. Dies ist in einem Papier der Jungen Gruppe festgehalten, aus dem die "Welt" zitiert. Demnach soll der normale Beitragssatz nur für Paare mit zwei Kindern gelten. Kinderlose Paare sollen einen Zuschlag von einem Prozent zahlen, Paare mit einem Kind von 0,5 Prozent. "Ab drei Kindern erhält jeder Elternteil einen Abschlag von 0,5 Prozent, pro Kind maximal 1 Prozent für beide Elternteile", zitiert die Zeitung. So etwas gibt es bereits in der Pflegeversicherung, wo der Zusatzbeitrag für Menschen ohne Kinder 0,25 Prozent beträgt.

Die Deutsche Rentenversicherung verwies auf erhebliche Probleme bei diesem Vorschlag. Die Höhe der Rentenbeiträge danach auszurichten, ob Kinder erzogen worden seien, widerspreche dem Prinzip, dass durch gleich hohe Beiträge gleich hohe Rentenanwartschaften erworben würden. Würden Kinderlose bei Beiträgen be- und Eltern entlastet, begünstigte dies zudem eine Umverteilung von niedrigen zu höheren Einkommen.

Das Papier der Unionspolitiker sieht vor, dass ab 2030 unabhängig vom Lebensalter nur diejenigen ohne Abschläge in Rente gehen können, die 47 Jahre gearbeitet haben. Dieses Modell solle dynamisiert werden: "Das heißt, wenn die Lebenserwartung in Deutschland um ein Jahr steigt, erhöht sich die Beitragszeit um neun Monate."

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 Deutsche Presseagentur