Rente / 15.10.2020

Kabinett: Höhere Sozialabgaben für Gutverdiener

Rechengrößen für 2021 beschlossen. Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung steigt um 200 Euro (West) und 250 Euro (Ost).

Bild zum Beitrag "Gutverdiener müssen 2021 höhere Sozialabgaben zahlen". Das Bild zeigt einen Stapel Münzen mit einem Taschenrechner.

Berlin (sth). Gutverdiener müssen ab dem kommenden Jahr erneut höhere Sozialabgaben zahlen. Die Bundesregierung hat dazu am Mittwoch die Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen 2021 beschlossen. In der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung werden demnach im Westen bis zu einem monatlichen Einkommen von 7.100 Euro Beiträge fällig, in Ostdeutschland bis 6.700 Euro. Bisher lag die Grenze bei 6.900 Euro in den alten und 6.450 Euro in den neuen Ländern.

Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung steigt zu Jahresbeginn auf bundeseinheitlich 4.837,50 Euro monatlich. Bisher lag sie bei 4.687,50 Euro. Die Versicherungspflichtgrenze in der Krankenversicherung soll im kommenden Jahr auf 64.350 Euro Jahreseinkommen steigen. 2020 liegt sie noch bei 62.550 Euro. Wer mit seinem Einkommen über dieser Grenze liegt, kann sich bei einer privaten Krankenversicherung versichern.

Die Rechengrößen werden jährlich nach einer festen Formel an die Lohnentwicklung des zurückliegenden Jahres angepasst. Die den Rechengrößen 2021 zugrundeliegende Lohnentwicklung im Jahr 2019 (Veränderung der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer ohne sogenannte Ein-Euro-Jobs) betrug im Bundesgebiet 2,94 Prozent und in den alten Bundesländern 2,85 Prozent.

Mehr zum Thema:

www.bmas.de

Informationen des BMAS zur Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2021

Autor

 Deutsche Presseagentur