Rente / 28.11.2018

Kabinett verabschiedet Rentenberichte

Rentenversicherungsbericht beleuchtet aktuelle Perspektiven, Bericht zur Anhebung der Altersgrenze zeigt Umsetzbarkeit der Rente mit 67 auf.

Berlin/Bad Homburg (bmas/sth). Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Rentenversicherungsbericht 2018 sowie den dritten Bericht zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre beschlossen. Der Rentenversicherungsbericht zeigt jährlich die Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung auf, der Bericht zur Anhebung der Atersgrenze auf 67 erscheint alle vier Jahre und dokumentiert die Entwicklung der Arbeitsmarktlage sowie die wirtschaftliche und soziale Situation älterer Arbeitnehmer.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erklärte, der Rentenversicherungsbericht belege, dass die Rentenfinanzen derzeit gut aufgestellt seien. "Wir sehen zudem, dass die doppelte Sicherungslinie, die wir mit dem Rentenpakt einführen, wirkt. Bis zum Jahr 2025 beugt sie beim Sicherungsniveau einem Absinken unter 48 Prozent vor und verhindert beim Beitragssatz ein Überschreiten der Marke von 20 Prozent. All das bringt Verlässlichkeit für die gesetzliche Rente. Diesen Weg werden wir in den nächsten Jahren weitergehen, beispielsweise mit der Grundrente und der Absicherung von Selbständigen."

"Rente mit 67 weiterhin notwendig und vertretbar"

Zum Bericht über die Anhebung der Altersgrenze erklärte Heil, die Bundesregierung halte die 2007 beschlossene Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre "weiterhin für notwendig und für vertretbar". Die stufenweise Einführung der höheren Altersgrenze bis 2031 schaffe "Planungssicherheit und verhindert, dass Beschäftigte und Unternehmen überfordert werden".

Nach Darstellung des Bundessozialministeriums (BMAS) hat sich die Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer in den vergangenen Jahren "ausgesprochen dynamisch entwickelt". Die Erwerbstätigenquote in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen sei seit 2000 "stärker gestiegen als in allen anderen EU-Ländern" – von 20 Prozent auf gut 58 Prozent im Jahr 2017. Zudem sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter von 60 bis 64 Jahren zwischen 2000 und 2017 um rund 1,5 Millionen auf 2,1 Millionen gestiegen. Damit betrage die Beschäftigungsquote in dieser Altersgruppe mittlerweile rund 40 Prozent.

Mehr zum Thema:

www.bmas.de

Link zum Rentenversicherungsbericht 2018 (im pdf-Format)

www.bmas.de

Link zum Dritten Bericht der Bundesregierung zur Anhebung der Altersgrenze auf 67 Jahre (im pdf-Format)

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Autor

Stefan Thissen