Gesundheit / 22.10.2020

Kassenärzte: Grippeimpfung zuerst für Risikogruppe

Die Nachfrage nach Grippeimpfungen ist vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie deutlich höher als sonst. Reicht der Impfstoff für alle?

Impfspritze liegt auf Impfausweis.

Berlin (dpa). Die Kassenärztliche Bundesvereinigung ruft bei der Grippeimpfung dazu auf, älteren Menschen über 60 und solchen mit chronischen Erkrankungen den Vortritt zu lassen. Wenn dann noch Impfstoff übrig sei, könnten nachrangig andere geimpft werden, etwa Beschäftigte im Gesundheitswesen oder Erzieherinnen und Erzieher, sagte der stellvertretende KBV-Vorsitzende Stephan Hofmeister der Deutschen Presse-Agentur. „Gesunde Menschen sind nicht diejenigen, die sich jetzt primär gegen Influenza impfen lassen sollten. Das ist wie in jedem Jahr.“

Höhere Nachfrage nach Grippeimpfung

In einigen Arztpraxen hatte es zuletzt eine hohe Nachfrage nach Grippeimpfungen gegeben, so dass aktuell verfügbare Dosen knapp wurden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte versichert, es gebe höchstens Lieferengpässe, aber keine Versorgungsengpässe, da der Impfstoff nicht an einem Tag, sondern nach und nach ausgeliefert werde. Das Gesundheitsministerium hat nach eigenen Angaben für diese Saison 26 Millionen Dosen bestellt. „So viele Impfdosen standen noch nie zuvor in Deutschland für die Grippeimpfung zur Verfügung“, so Spahn.

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 Deutsche Presseagentur