Gesundheit / 22.06.2020

Keine erhöhte Covid-19-Gefahr für therapierte Asthmatiker

Cortisonhaltige Asthma-Sprays bieten offenbar einen gewissen Schutz gegen eine Infektion durch das Coronavirus.

Junge Frau steht im Grünen und benutzt ein Asthmaspray.

Mönchengladbach (dpa). Asthmatiker sind bei regelmäßiger Einnahme ihrer Medikamente nach Einschätzung des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) nicht besonders durch eine Covid-19-Erkrankung gefährdet. Das gelte für allergisches und auch für nicht-allergisches Asthma, erklärte eine Sprecherin des DAAB. Die cortisonhaltigen Sprays, die Asthma-Patienten nutzen, könnten demnach sogar schützend wirken.

Asthma-Sprays könnten sogar gegen das Coronavirus schützen

Die Mittel wirken auf den ACE2-Rezeptor (Angiotensin-konvertierendes Enzym 2), was zur Folge habe, dass sich die Viren nur schwer festsetzen können. „Wenn Viren in den Körper gelangen, docken sie an das ACE2 an, bringen mit Hilfe dieses Enzyms ihre Erbsubstanz in den Organismus und vermehren sich“, erläuterte die Sprecherin.

Die Anzahl der Viren bestimmt nach Einschätzung des Verbandes den Verlauf der Erkrankung – je mehr Viren, desto schwerer der Verlauf. Studienergebnisse aus Europa und China hätten gezeigt, dass positiv auf Corona getestete Asthmatiker selten im Krankenhaus behandelt worden seien.

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 Deutsche Presseagentur