Finanzen / 07.07.2020

Keine grundlose Prämienerhöhung bei Pflegetagegeldpolice

Manche Versicherer wollen die Pflegetagegeldversicherungs-Prämien erhöhen. Können betroffene Versicherte etwas dagegen unternehmen?

Seniorin und Frau im mittleren Alter sitzen an einem Tisch und prüfen zusammen Unterlagen.

Düsseldorf (dpa/tmn). Bei manchen Pflegetagegeldversicherungen müssen sich Verbraucher auf steigende Beiträge einstellen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen haben einige Versicherer ihre Prämien deutlich erhöht.

Im Extremfall sollen Versicherte künftig bis zu 110 Prozent mehr für den gleichen Versicherungsschutz zahlen. Die Verträge der Betroffenen liefen dabei meist schon mehrere Jahre. Verbraucher sollten in einem solchen Fall prüfen, ob eine Erhöhung der monatlichen Prämien die formalen Voraussetzungen erfüllt, raten die Verbraucherschützer.

Beitragserhöhung nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt

Rechtlich gesehen darf der Versicherer den Angaben zufolge die Beiträge nur erhöhen, wenn sich die Versicherungsleistungen oder die Sterbewahrscheinlichkeiten um einen bestimmten Prozentsatz geändert haben. Im Zweifel muss eine solche Prüfung vor Gericht erfolgen.

Wer diesen Weg scheut, kann auch seine monatliche Prämie nach unten anpassen lassen – damit sinken im Pflegefall allerdings auch die Leistungen. Wird der Vertrag gekündigt, geht damit der Versicherungsschutz verloren.

Weitere Informationen

www.verbraucherzentrale.nrw
Infos der Verbraucherzentrale NRW

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst