Soziales / 27.04.2020

Kinderbetreuung: Längere Lohnausfallzahlungen für Eltern geplant

Die Lohnfortzahlung für Eltern in der Corona-Krise läuft Mitte Mai aus. Kita-Öffnungen sind aber weiterhin nicht in Sicht.

Junges Paar zuhause mit Baby am Esstisch, Mann arbeitet am Laptop im Homeoffice..

Berlin (dpa). Sozialminister Hubertus Heil plant längere Lohnausfallzahlungen für Eltern, die in der Corona-Krise wegen geschlossener Kitas ihre Kinder zu Hause betreuen müssen. „Eltern müssen Sicherheit haben. Deshalb schaffen wir eine Anschlussregelung“, sagte der SPD-Politiker der „Bild am Sonntag“. Die bisherige Regelung läuft nach sechs Wochen Mitte Mai aus.

Lohnfortzahlung bei häuslicher Quarantäne

Auch für den Fall, dass nach einem Kontakt mit einem Corona- Infizierten ein Angestellter für zwei Wochen in häusliche Quarantäne muss, soll es eine Regelung für die Lohnfortzahlung geben. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte dem Blatt: „Ein wirksamer Schutz vor weiteren Infektionen wird nur funktionieren, wenn sich diejenigen, die unter Corona-Verdacht stehen, strikt an die Quarantäne-Vorgaben halten. Wenn eine Quarantäne von staatlicher Seite gewollt ist, darf es keinen sozialen oder finanziellen Druck geben.“

Kita-Öffnungen noch nicht in Sicht

Derzeit können Eltern bis zu 67 Prozent ihres Lohns vom Staat erhalten, wenn sie Kinder unter zwölf Jahren wegen geschlossener Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen und deshalb Einkommensverluste haben. Ferien- und Schließzeiten werden nicht mitgerechnet.

Die Leistung ist begrenzt auf 2.016 Euro für einen vollen Monat und wird zudem maximal für sechs Wochen gezahlt. Für manche Kita-Eltern wären die Zahlungen damit Mitte Mai bereits erschöpft. Für die Einrichtungen gibt es bisher – anders als für Schulen – keine konkrete Perspektive für eine schrittweise Öffnung.

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 Deutsche Presseagentur