Rente / 26.10.2018

Kinderreha in Hessen gefragt

Zahl der Anträge auf Kinder- und Jugendreha bei der Deutsche Rentenversicherung Hessen deutlich gestiegen

Frankfurt am Main (drv) Immer mehr Eltern beantragen für ihre Kinder bei der Deutschen Rentenversicherung Hessen eine Rehabilitation. Die Zahl der Anträge zu Kinder- und Jugendrehabilitationen beim hessischen Träger ist 2017 im Vergleich zum Vorjahr um beachtliche 8,1 Prozent gestiegen, bei den Rentenversicherungsträgern insgesamt um 1,3 Prozent.

Von den 1.953 Anträgen, die 2017 bei der Deutschen Rentenversicherung Hessen gestellt wurden, wurden 1.255 bewilligt, was einer Quote von rund 64 Prozent entspricht. "Wir freuen uns, dass die wichtige Leistung der Kinder- und Jugendrehabilitation verstärkt in Anspruch genommen wird", so Thomas Hild-Füllenbach, Direktor und Mitglied der Geschäftsführung der DRV Hessen.

Kinderreha wird immer flexibler und individueller

Die kürzlich verabschiedete gemeinsame Kinderreha-Richtlinie der Träger der Deutschen Rentenversicherung ermögliche es, nun noch flexibler und individueller auf die Bedürfnisse der jungen Patienten einzugehen.

  • So wurden zum Beispiel die bisher nur stationär zu erbringenden Leistungen für Kinder und Jugendliche um ambulante Angebote erweitert, was eine Therapie in vertrautem Umfeld erleichtert.
  • Außerdem haben Kinder nun bei einer Rehabilitation nicht mehr nur bis zum zehnten, sondern bis zum zwölften Geburtstag Anspruch auf Begleitung eines Familienangehörigen – unabhängig von der Schwere der Erkrankung.
  • Die Vierjahresfrist für die Wiederholung einer Kinder- oder Jugendreha wurde aufgehoben. Damit ist eine erneute Rehabilitation in deutlich kürzeren Abständen möglich.
  • Leistungen zur Nachsorge ergänzen die neuen Optionen.

Die Rehabilitationsleistung der Deutschen Rentenversicherung Hessen richtet sich an Kinder und Jugendliche bis zum 18. (unter bestimmten Voraussetzungen bis zum 27.) Geburtstag, deren Gesundheit erheblich gefährdet oder insbesondere durch chronische Erkrankungen beeinträchtigt ist. Das Robert-Koch-Institut berichtet in seiner Langzeit-Kindergesundheitsstudie (KiGGS), dass etwa 16 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland ein lang andauerndes, chronisches Gesundheitsproblem haben.

Rentenversicherung übernimmt alle Kosten

Der Anspruch auf eine Kinderreha leitet sich aus der Rentenversicherung eines Elternteils oder aus einem Waisenrentenbezug des Kindes oder Jugendlichen ab. Um die Kinderreha beantragen zu können, muss etwa ein Elternteil fünf Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung nachweisen können oder in den vergangenen zwei Jahren sechs Monate lang Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben.

Eine stationäre Kinderreha dauert normalerweise vier Wochen. Sie kann bei Bedarf verlängert werden. In der Regel trägt die Deutsche Rentenversicherung Hessen die Kosten für Reise, Unterkunft, Verpflegung sowie medizinische und therapeutische Behandlung. Schulkinder erhalten während der Reha Unterricht in den Grundfächern.

Mehr Informationen

www.deutsche-rentenversicherung.de

Interview mit Alwin Baumann. Er ist Sprecher des Bündnis Kinder- und Jugendreha e.V.

http://kinderreha.drv.info.

Praktische Informationen rund um Kinder- und Jugendreha.

 

 

Autor

 Deutsche Rentenversicherung Hessen