Finanzen / 05.02.2018

Kirchensteuer als Sonderausgabe

Eigentlich zieht der Arbeitgber 36 Euro Pauschbetrag für die Kirchensteuer ab. Doch meist ist die Steuer höher. Dann kommen die Sonderausgaben ins Spiel.

Berlin (dpa/tmn). Kirchensteuer und Kirchgeld lässt sich steuerlich geltend machen. Das Finanzamt akzeptiert die Ausgaben als Sonderausgaben. Arbeitgeber berücksichtigen in der Lohnabrechnung für das ganze Jahr nur 36 Euro Pauschbetrag, erklärt die Stiftung Warentest. Die gezahlte Kirchensteuer ist aber meist höher.

Abzugsfähig sind alle im Kalenderjahr gezahlten Beiträge an die Kirche. Ausnahme: Kirchensteuer, die die Bank mit der Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge abgeführt hat, lässt sich nicht geltend machen.

Kirchensteuer falsch berechnet – wer ist zuständig?

Hat das Finanzamt die Kirchensteuer falsch berechnet, sollten Steuerzahler Einspruch einlegen. Ist der Fehler bei der Berechnung der Einkommensteuer passiert, muss beim Finanzamt Einspruch gegen den Steuerbescheid eingelegt werden.

Wurde hingegen die Kirchensteuer falsch berechnet, muss der Betroffene Einspruch gegen den Kirchensteuerbescheid einlegen. Dieser muss an das Kirchensteueramt gerichtet werden.

Weitere Informationen

www.test.de
Fragen und Antworten zur Kirchensteuer auf der Internetseite der Stiftung Warentest

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst