Soziales / 21.08.2020

Klimaanlage fürs Homeoffice: Muss der Arbeitgeber zahlen?

Wenn die Hitze im Homeoffice unerträglich wird, darf das auch Chefs nicht kalt lassen. Worauf Arbeitnehmer Anspruch haben.

Junge Frau sitzt im Homeoffice vor ihrem Laptop und fasst sich müde an die Stirn.

Berlin (dpa/tmn). In der Sommerhitze schwitzt so mancher Arbeitnehmer in seinem aufgeheizten Homeoffice. Da wünscht sich der eine oder andere einen Ventilator auf Kosten seines Unternehmens. Geht das?

Ab 30 Grad muss der Chef eingreifen

Grundsätzlich ja, sagt Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin. „Ab 30 Grad muss der Arbeitgeber in jedem Fall eingreifen“, so Meyer. Im herkömmlichen Büro regeln Arbeitsschutzvorschriften, dass bei Hitze etwa Jalousien angebracht würden müssen. Im Homeoffice könne sich ein Chef auch selber von den hohen Temperaturen überzeugen. Ist es tatsächlich zu heiß, können dann – auch mit Hilfe des Betriebsrats – Lösungen gefunden werden.

Mögliche Maßnahmen gegen das Arbeiten in großer Hitze

Das kann etwa eine Verlegung der Arbeitszeit in kühlere Stunden sein, auch ein mobiles Klimagerät auf Kosten des Betriebs ist möglich. „Das hängt immer vom Einzelfall ab“, sagt Meyer. Arbeitgeber seien in jedem Fall verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Mitarbeiter keinen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt sind.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst