Gesundheit / 13.11.2017

Kosten für stationäre Versorgung steigen

Ein Patient im Krankenhaus kostet im Schnitt 4.500 Euro

Wiesbaden (dpa). Die Kosten für die stationäre Krankenhausversorgung steigen weiter. 2016 waren es mit 87,8 Milliarden Euro erneut 4,3 Prozent mehr als 2015, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete. Umgerechnet auf die rund 19,5 Millionen Patienten, die 2016 vollstationär in Kliniken behandelt wurden, lagen die Ausgaben je Fall bei durchschnittlich 4.497 Euro – und damit 2,7 Prozent höher als im Jahr zuvor.

So setzen sich die Kosten zusammen

Die Gesamtkosten der Krankenhäuser beliefen sich 2016 auf 101,7 Milliarden Euro. Der Betrag setzt sich im Wesentlichen aus Personalkosten (61,1 Milliarden Euro, plus 4,4 Prozent), Sachkosten (37,9 Milliarden Euro, plus 4,7 Prozent) und den Aufwendungen für den Ausbildungsfonds (1,4 Milliarden Euro, plus 6,3 Prozent) zusammen. Weitere 1,3 Milliarden Euro entfielen auf Steuern, Zinsen und ähnliche Aufwendungen sowie auf Kosten der Ausbildungsstätten.

Stärkste Steigerung in Sachsen

In den Gesamtkosten waren auch die Ausgaben für nichtstationäre Leistungen in Höhe von 13,8 Milliarden Euro enthalten. Dazu zählen unter anderem die Ambulanzen und wissenschaftliche Forschung und Lehre. Die durchschnittlichen Kosten je Fall waren in Brandenburg mit 4.055 Euro am niedrigsten und in Hamburg mit 5.232 Euro am höchsten. Die deutlichste Steigerung gab es in Sachsen mit 5,1 Prozent mehr.

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  • www.destatis.de
    Pressemittteilung des Statistischen Bundesamtes vom 10.11.2017 zu Krankenhauskosten

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 Deutsche Presseagentur