Gesundheit / 01.07.2020

Krankenhäuser erhalten Finanzspritze für Landversorgung

Die Coronakrise hat gezeigt, dass eine flächendeckende Krankenhausversorgung wichtig ist. Auch in Regionen mit „geringem Versorgungsbedarf“.

Chirurgen stehen in einem Operationssaal und operieren einen Patienten.

Berlin (dpa). Deutsche Krankenhäuser bekommen zur Grundversorgung der Menschen auf dem Land bis zu 50 Millionen Euro zusätzlich. Bundesweit könnten 121 Krankenhäuser mit jeweils 400.000 Euro rechnen, wie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV), die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der Verband der Privaten Krankenversicherung am Dienstag mitteilten. Demnach erfüllen die Krankenhäuser die Kriterien des Gemeinsamen Bundesausschusses G-BA von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen für einen Zuschlag.

Flächendeckende Versorgung durch Zuschläge sicherstellen

Wichtiges Kriterium für einen Zuschlag ist ein geringer Versorgungsbedarf. Dieser ist nach Angaben des Bundesausschusses etwa dann gegeben, wenn die durchschnittliche Einwohnerdichte im Versorgungsgebiet des Krankenhauses unterhalb von 100 Einwohnern je Quadratkilometer liegt. Für Krankenhäuser, die auf einer Insel liegen, wird das Kriterium des geringen Versorgungsbedarfs immer unterstellt.

„Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig eine flächendeckende und gut funktionierende Krankenhausversorgung ist. Die Sicherstellungszuschläge leisten dabei einen Beitrag, die notwendigen Vorhaltungen zu finanzieren und müssen zukünftig noch weiter an Bedeutung gewinnen“, wird der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft Georg Baum, zitiert.

Autor

 Deutsche Presseagentur