Finanzen / 21.01.2021

Krise lässt Absatz von Lebensversicherungen stocken

Die Beitragseinnahmen der deutschen Versicherer sind 2020 in fast allen Sparten gestiegen. Einen Rückgang gab es nur bei Lebensversicherungen.

Krise lässt Absatz von Lebensversicherungen stocken. – Beratungsgespräch zwischen Versicherungsberater und Ehepaar.

Berlin (dpa). Die Corona-Krise hat den Absatz neuer Lebensversicherungen im vergangenen Jahr deutlich gebremst. Die Zahl neu abgeschlossener Verträge sei im Vergleich zu 2019 um mehr als zwölf Prozent gesunken, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit.

Die gesamten Beitragseinnahmen der Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds gingen auch deshalb um 0,4 Prozent auf knapp 103 Milliarden Euro zurück, nachdem sie im Vorjahr außergewöhnlich stark um mehr als elf Prozent gestiegen waren.

Folge des Lockdowns: Weniger Beratung, weniger Verträge

Ein Grund sei, dass die Kunden aufgrund des Lockdowns weniger Beratungstermine hätten wahrnehmen können. Das hatten die Versicherer bereits im 2. Quartal gespürt. Aus der Branche verlautete zuletzt, dass Menschen Altersvorsorgeverträge nach wie vor kaum online abschließen. Sie wollten dazu Beratung.

Nimmt man alle Sparten zusammen, steigerten die deutschen Versicherer ihre Beitragseinnahmen im Corona-Jahr jedoch um 1,2 Prozent auf gut 220 Milliarden Euro. So verzeichnete die Schaden- und Unfallversicherung ein Beitragsplus von 2,1 Prozent. Der nach Beiträgen kleinste Bereich – die private Kranken- und Pflegeversicherung – kam sogar auf ein Plus von 3,8 Prozent.

Autor

 Deutsche Presseagentur