Rente / 12.01.2018

Kritik an nicht-beitragsgedeckten Leistungen

Bund der Landjugend: Zusätzliche versicherungsfremde Leistungen der Rentenversicherung müssen anderweitig gegenfinanziert werden.

Berlin (ots/sth). "Die einen wollen eine Solidarrente, die anderen die Ausweitung der Mütterrente. Das ist alles nachvollziehbar, doch es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Altersarmut zu bekämpfen, und nicht allein derjenigen, die in die Rentenversicherung einzahlen", so Sebastian Schaller. Für den Vorsitzenden des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) e.V. ist eins klar: "Versicherungsfremde Leistungen dürfen nicht über Rentenversicherungsbeiträge finanziert werden."

Dies habe der größte Jugendverband im ländlichen Raum auch in seinem Positionspapier "Zukunftsfähige Ausgestaltung des Rentensystems" formuliert, das in den nächsten Tagen veröffentlicht werden soll, so der BDL. Darin heiße es: "Wir fordern, dass zusätzliche Leistungen, die nicht mit den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung gedeckt sind, zwingend anderweitig gegenfinanziert werden." Aus Sicht des BDL hätten auch die Mehrkosten des Rentenpakets von 2014, das u.a. die so genannte Mütterrente enthielt, aus Steuermitteln statt aus der Rentenkasse finanziert werden müssen. Jetzt werde eine weitere Aufstockung der Mütterrente gefordert.

"Wir brauchen eine zukunftsfähige Politik, die den Jungen und Alten von heute und morgen ein auskömmliches Leben im Hier und Jetzt ermöglicht", so der BDL-Bundesvorsitzende. "Dafür brauchen wir nicht nur Vernunft und Augenmaß, sondern auch einen gemeinsamen Diskurs von Jung und Alt mit konkreten generationenübergreifend getragenen Lösungen. Nur so lässt sich das Rentensystem zügig zukunftsfest gestalten", stellt Sebastian Schaller klar.