Rente / 01.12.2020

Künstlersozialabgabe bleibt 2021 doch stabil

Bundessozialministerium: Beibehaltung des Abgabesatzes von 4,2 Prozent wurde durch zusätzliche Bundesmittel möglich.

Bild zum Beitrag "Künstlersozialabgabe bleibt 2021 doch stabil". Das Bild zeigt eine Frau, die einen Termin in einen Kalender einträgt.

Berlin/Bad Homburg (sth). Der Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung (KSV) bleibt 2021 jetzt doch stabil. Nach Angaben des Bundessozialministeriums (BMAS) ist die Beibehaltung des derzeitigen Satzes von 4,2 Prozent durch einen erhöhten Entlastungszuschuss des Bundes möglich. Der vom Bundeskabinett ursprünglich beschlossene Zuschuss von rund 23,3 Millionen Euro sei auf Antrag von Union und SPD in einer Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses am 26. November auf 32,5 Millionen Euro erhöht worden, so das BMAS.

Damit werde einer "Belastung der Liquidität der abgabepflichtigen Unternehmen entgegengewirkt und der schwierigen wirtschaftlichen Lage gerade für die Kultur- und Kreativbranche" durch die Corona-Pandemie Rechnung getragen, heißt es in einer Mitteilung weiter. Gleichzeitig sei damit auch künftig eine "solide Finanzierung der wichtigen sozialen Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern sowie Publizistinnen und Publizisten" in der KSV gewährleistet.

Über die KSV werden derzeit mehr als 190.000 selbständige Künstlerinnen und Künstler sowie Publizistinnen und Publizisten als Pflichtversicherte in den Schutz der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung einbezogen. Diese zahlen – im Gegensatz zu anderen Selbstständigen – ähnlich wie ArbeitnehmerInnen nur die Hälfte ihrer Sozialversicherungsbeiträge. Die andere Beitragshälfte wird durch einen Bundeszuschuss (20 Prozent) und durch die Künstlersozialabgabe von Unternehmen, die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten – zum Beispiel Orchester und Verlage – finanziert (30 Prozent).

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Autor

Stefan Thissen