Rente / 31.08.2018

Künstlersozialabgabe bleibt bei 4,2 Prozent

Mehr zahlende Unternehmen halten den Abgabesatz der Unternehmen für kreative Dienstleistungen 2019 stabil.

Berlin (bmas/sth). Der Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung wird im Jahr 2019 unverändert 4,2 Prozent betragen. Die entsprechende Verordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) sei am Donnerstag im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. "Unsere Maßnahmen für eine solide und gerecht finanzierte Künstlersozialversicherung in der letzten Legislaturperiode zeigen somit anhaltend Wirkung", erklärte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). "Immer mehr Unternehmen kommen ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Zahlung der Künstlersozialabgabe nach. Das ist wichtig, denn die gerechtere Lastenverteilung hält die Künstlersozialabgabe stabil."

Seit Beginn des Jahres 2015 sind nach Angaben des BMAS rund 80.000 abgabepflichtige Unternehmen neu erfasst worden. Dies sorge für eine gerechtere Lastenverteilung zwischen den Unternehmen und "stärkt die Finanzierungsbasis der Künstlersozialversicherung". Über die Künstlersozialversicherung werden derzeit rund 190.000 selbständige Künstler und Publizisten in den Schutz der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung einbezogen.

Die selbständigen Künstler und Publizisten tragen, wie abhängig beschäftigte Arbeitnehmer, die Hälfte ihrer Sozialversicherungsbeiträge. Die andere Beitragshälfte wird durch einen Bundeszuschuss (20 Prozent) und durch die Künstlersozialabgabe der Unternehmen (30 Prozent) finanziert, die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten. Der Abgabesatz wird jährlich für das jeweils folgende Kalenderjahr festgelegt und beträgt derzeit 4,2 Prozent. Bemessungsgrundlage sind alle in einem Kalenderjahr an selbständige Künstler und Publizisten gezahlten Entgelte.

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www.kuenstlersozialkasse.de

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Autor

Stefan Thissen