Soziales / 13.07.2018

Künstlersozialabgabe bleibt bei 4,2 Prozent

Mehr zahlende Unternehmen halten den Abgabesatz der Unternehmen für kreative Dienstleistungen 2019 stabil.

Berlin (bmas/sth). Der Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung wird im Jahr 2019 weiterhin 4,2 Prozent betragen. Zum Entwurf der Künstlersozialabgabe-Verordnung hat das Bundesarbeitsministerium (BMAS) jetzt die Ressort- und Verbändebeteiligung eingeleitet. Der unveränderte Künstlersozialabgabesatz zeige, dass die "beabsichtigten Effekte des Gesetzes zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes und die verstärkten Prüf- und Beratungstätigkeiten der Deutschen Rentenversicherung sowie der Künstlersozialkasse anhalten", teilte das BMAS mit.

Immer mehr Unternehmen, die abgabepflichtig sind, kommen nach Angaben des Ministeriums ihrer Abgabepflicht nach. Seit Beginn des Jahres 2015 seien rund 80.000 abgabepflichtige Unternehmen neu erfasst worden. Dies sorge für eine gerechtere Lastenverteilung zwischen den Unternehmen und "stärkt die Finanzierungsbasis der Künstlersozialversicherung". Über die Künstlersozialversicherung werden derzeit mehr als 185.000 selbständige Künstler und Publizisten in den Schutz der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung einbezogen.

Die selbständigen Künstler und Publizisten tragen, wie abhängig beschäftigte Arbeitnehmer, die Hälfte ihrer Sozialversicherungsbeiträge. Die andere Beitragshälfte wird durch einen Bundeszuschuss (20 Prozent) und durch die Künstlersozialabgabe der Unternehmen (30 Prozent) finanziert, die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten. Der Abgabesatz wird jährlich für das jeweils folgende Kalenderjahr festgelegt und beträgt derzeit 4,2 Prozent. Bemessungsgrundlage sind alle in einem Kalenderjahr an selbständige Künstler und Publizisten gezahlten Entgelte.

Mehr zum Thema:

www.kuenstlersozialkasse.de

Link zu weiteren Informationen über die Künstlersozialkasse