Soziales / 24.09.2020

Kurzarbeit nimmt weiter ab – Männer häufiger als Frauen betroffen

Befragung des IAB: Geringverdienende und Männer sind besonders von Kurzarbeit betroffen. Insgesamt sind die Zahlen weiter rückläufig.

Ordner Kurzarbeitergeld mit Münzen, Geldscheinen, Taschenrechner und einem Stift.

Nürnberg (iv). Die Zahl der Kurzarbeiter ist im Juni weiter rückläufig. War im Mai noch jeder fünfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Kurzarbeit, sank die Quote im Juni um 4 Prozentpunkte auf 16 Prozent. Das ergibt sich aus einer Befragung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Kurzarbeit trifft häufiger Männer

Die Daten zeigen auch, dass weiterhin Männer wesentlich häufiger als Frauen betroffen sind, ebenso Haushalte mit geringem Nettoeinkommen häufiger als solche mit höherem Einkommen. Nur wenige nahmen während der Kurzarbeit eine weitere Tätigkeit auf.

Die Befragung des IAB liefert zeitnah ein konkretes Bild der Nutzung von Kurzarbeitergeld. Zwar veröffentlicht auch die Bundesagentur für Arbeit regelmäßig Daten zur Kurzarbeit, wegen des speziellen Abrechnungsverfahrens aber erst mit mehreren Monaten Zeitverzug.

Weitere Informationen

Autorenbild

Autor

Boris Dunkel