Soziales / 20.11.2017

Lebensqualität in Deutschland gestiegen

In allen "Dimensionen des Wohlbefindens" geht es laut OECD in Deutschland nach oben.

Paris (dpa) Vermögen, Arbeit, Wohnen: Die Lebensqualität in Deutschland hat sich laut einer OECD-Studie in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert. In sechs von zusammen elf Bereichen gebe es positive Trends, berichtete die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in einer letzte Woche vorgelegten Untersuchung.

Bei den meisten "Dimensionen des Wohlbefindens" schneide das größte EU-Land damit gut ab. Frauen seien aber in mehreren Bereichen deutlich benachteiligt, beispielsweise beim Einkommen, schränkte die internationale Organisation mit Sitz in Paris ein. Stress am Arbeitsplatz war 2015 zwar für ein Drittel der Beschäftigten ein Thema - damit liege Deutschland aber noch deutlich unter dem OECD-Durchschnittswert von 38 Prozent. 

Nettovermögen stark gestiegen

Fortschritte gab es auch beim Geld: "Das Nettovermögen der privaten Haushalte war 2014 um effektiv 22 Prozent höher als im Jahr 2010", bilanzierte die OECD. Sie beruft sich auf Umfragen und eigene Daten. Die Werte für Deutschland im Bereich "Erschwinglicher Wohnraum" hätten sich verbessert. Der Anteil der Menschen, die zu Hause ohne sanitäre Grundausstattung auskommen müssten, sei in den vergangenen zehn Jahren um zwei Drittel geschrumpft.

Die Lebenszufriedenheit der Menschen in Deutschland sei seit 2005 auf einen Durchschnittswert von 7 (nach zuvor 6,5) gestiegen - dabei werde eine Skala von 0 bis 10 zugrunde gelegt. Verglichen mit anderen OECD-Ländern sei die Lage von Migranten in Deutschland "relativ gut", bei deren Wohlbefinden gebe es aber in der Regel schlechtere Werte als bei der einheimischen Bevölkerung, wie die Pariser Organisation berichtete. Sie zählt wichtige Industriestaaten wie Deutschland, Japan oder die USA zu ihren Mitgliedern.

Autor

 Deutsche Presseagentur