Finanzen / 11.12.2020

Lebensversicherer senken Überschussbeteiligung

Immer mehr Lebensversicherer kürzen die laufende Verzinsung. Besonders heftig fallen die Einschnitte bei der R+V und der Barmenia aus.

Geschäftsleute bei einer Besprechung zeigen mit Kugelschreibern auf Finanzgrafiken.

Wiesbaden/Wuppertal (iv). Mit der R+V-Versicherung und der Barmenia haben zwei weitere Lebensversicherer für 2021 drastische Kürzungen der Überschussbeteiligungen angekündigt. Die R+V-Versicherung verabschiedet sich zudem vom Geschäft mit Lebensversicherungen mit voller Beitragsgarantie.

Die Barmenia senkt die Beteiligung bei klassischen Lebens- und Rentenversicherungen um 0,5 Prozent auf 1,65 Prozent. Die Gesamtverzinsung mit Schlussüberschussbeteiligung und Mindestbeteiligung an Bewertungsreserven sinkt nach Angaben der Versicherung auf rund 2,3 Prozent.

Noch deutlich fällt das Minus bei der R+V aus. Beim zweitgrößten Lebensversicherer nach der Allianz fällt die laufende Verzinsung von 2,4 auf 1,75 Prozent. Die Gesamtverzinsung sinkt auf 2,05 Prozent.

Kürzungen bei der laufenden Verzinsung kündigten zuletzt auch Axa, DVB, Ideal und Condor an. Stabil bleibt die Überschussbeteiligung nach Angaben des Branchen-Portals proconta-online.de bei der DEVK, Alten Leipziger, der Bayerischen, LV 1871, Nürnberger Leben und der Swiss Life.

R+V kündigte zudem an, keine klassischen Lebensversicherungen mit 100-prozentigem Erhalt der eingezahlten Beiträge anzubieten. Die volle Beitragsgarantie soll es nur noch bei der Riester-Rente und der betrieblichen Altersvorsorge geben. Zuvor hatte bereits Branchenprimus Allianz diesen Schritt vollzogen.

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Autor

Boris Dunkel