Soziales / 02.01.2019

Lohnkostenzuschüsse für Langzeitarbeitslose

Bundesagentur für Arbeit: 570.800 Hartz-IV-Empfänger kommen für sozialen Arbeitsmarkt infrage

Das Logo der Bundesagentur für Arbeit. – Bild: GettyImages © Thomas Trutschel

Nürnberg (dpa). Rund 570.800 Hartz-IV-Empfänger kommen der Bundesagentur für Arbeit (BA) zufolge für geförderte Jobs auf dem zu Jahresbeginn startenden sozialen Arbeitsmarkt infrage. Diese Menschen würden formal den Anforderungen entsprechen, sagte eine BA-Sprecherin.

Erfahrungen würden aber zeigen, dass in der Realität nur etwa einer von zehn eine solche Beschäftigung aufnehmen könne. Oft gebe es zu große Hindernisse wie gesundheitliche Probleme.

Ziel ist gesellschaftliche Teilhabe

Das auf Betreiben der SPD auf den Weg gebrachte Teilhabechancengesetz, das zum 1. Januar in Kraft tritt, richtet sich an Arbeitslose über 25, die innerhalb von sieben Jahren mindestens sechs Jahre Grundsicherung bezogen haben.

Sie sollen bis zu fünf Jahre lang Lohnkostenzuschüsse bekommen, die ersten zwei Jahre in Höhe des Mindestlohns, des ortsüblichen oder bei tarifgebundenen Unternehmen des Tariflohns. Außerdem sollen sie individuell betreut und weitergebildet werden.

Ziel ist vor allem gesellschaftliche Teilhabe, im Einzelfall auch der Übergang in normale Beschäftigung.

Vier Milliarden Euro stehen für die Maßnahme zur Verfügung

Für Menschen, die mindestens zwei Jahre arbeitslos sind, soll es Lohnzuschüsse für 24 Monate geben – im ersten Jahr 75, im zweiten 50 Prozent des normalen Arbeitslohns. Laut Koalitionsvertrag sollen insgesamt bis zu 150.000 Menschen davon profitieren.

Den Jobcentern stehen bis 2022 vier Milliarden Euro zur Verfügung.

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 Deutsche Presseagentur