Soziales / 14.01.2022

Lohnlücke zwischen Ost und West schrumpft nur langsam

Mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung liegen im Schnitt immer noch fast 900 Euro zwischen West und Ost.

Mann bearbeitet Metallwerkstueck mit Metallfeile.

Berlin (dpa). Arbeitnehmer in Ostdeutschland verdienen auch drei Jahrzehnte nach der Einheit im Durchschnitt monatlich Hunderte Euro weniger als ihre Kollegen im Westen. Dies geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor, die die Linksfraktion im Bundestag eingeholt hat. Die Lohnlücke schwindet demnach nur langsam.

Den Angaben zufolge lag der Bruttoverdienst für Vollzeitbeschäftigte in den westlichen Bundesländern und Berlin ohne Sonderzahlungen im dritten Quartal 2021 durchschnittlich bei 4237 Euro monatlich. In den fünf östlichen Bundesländern waren es 3442 Euro. Mit Sonderzahlungen lag der Durchschnittswert im Westen bei 4457 Euro, im Osten bei 3563 Euro. Die Differenz verringerte sich seit 2020 – gemessen am Wert inklusive Sonderzahlungen – von 997 Euro monatlich auf 894 Euro.

Bei der Statistik ist zu beachten, dass es sich um Durchschnittswerte handelt. Es gibt jedoch erhebliche Unterschiede nicht nur zwischen Regionen, sondern auch zwischen Branchen sowie zwischen Männern und Frauen. Einige Experten argumentieren, da in Ostdeutschland Lebenshaltungskosten niedriger seien, sei der Unterschied bei der Kaufkraft geringer als die Lohndifferenz.

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Autor

 Deutsche Presseagentur