Rente / 13.01.2021

Mehr als anderthalb Millionen Ruheständler erhalten ihre Rente im Ausland

Zahl der Rentenüberweisungen in andere Länder stieg 2019 gegenüber dem Vorjahr leicht an. Bezieher sind vor allem Ex-Gastarbeiter in Heimatstaaten.

Bild zum Beitrag "1,75 Millionen Rentner bekommen Bezüge im Ausland". Das Bild zeigt ein Seniorenpaar beim Radfahren.

Bad Homburg (sth). Etwa 1,76 Millionen Rentnerinnen und Rentner lassen sich ihre in Deutschland erworbenen Rentenansprüche ins Ausland überweisen. Das geht aus aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung hervor, die ihre-vorsorge.de vorliegen. Demnach erhielten im Jahr 2019 rund 1,5 Millionen Ausländer und etwa 246.500 Deutsche ihre Rente jenseits der deutschen Grenzen. Das sind etwas mehr Auslands-Rentenzahlungen als im Vorjahr. Im Jahr 2000 wurden erst rund 1,21 Millionen Renten ins Ausland gezahlt. Mehr als 64.000 Renten flossen den Angaben zufolge 2019 erstmals in ein anderes Land – davon mehr als 57.000 an Ausländer und etwa 7.100 an Deutsche. 

Der Anstieg bei den gesamten Auslands-Rentenzahlungen beruht zum großen Teil darauf, dass ehemalige Gastarbeiter aus Italien, Spanien, Griechenland, dem ehemaligen Jugoslawien und der Türkei im Rentenalter in ihr Heimatland zurückkehrten. Rund 86 Prozent aller Auslandsrenten gingen an ausländische Staatsangehörige, die hierzulande Rentenansprüche erworben haben. Mit rund 367.000 Renten gingen die meisten nach Italien, gefolgt von Spanien mit knapp 200.000 und Griechenland mit rund 97.000 Zahlungen. Viele Senioren haben Anspruch auf mehrere Rentenarten, etwa eine Alters- und eine Hinterbliebenenrente.

Fast 14 Prozent der Auslandsrenten werden an Deutsche gezahlt, die einen Wohnsitz im Ausland haben oder sich dauerhaft dort aufhalten. Hier hat die Schweiz den höchsten Anteil mit knapp 27.000 Renten, dichtauf gefolgt von Österreich mit mehr als 26.000 und den USA mit knapp 24.000.

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www.deutsche-rentenversicherung.de
Grafik zu Rentenüberweisungen ins Ausland (aus „Rentenatlas 2019“) 

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 Deutsche Presseagentur