Rente / 16.06.2020

Mehr Arbeitnehmer zahlen Extrabeiträge für frühe Rente

Im vergangenen Jahr wendeten rentenversicherte Beschäftigte knapp 415 Millionen Euro auf, um vorzeitig ohne Abschläge in Rente gehen zu können.

Bild zum Beitrag "Mehr Arbeitnehmer zahlen Extrabeiträge für frühe Rente". Das Bild zeigt einen Hintergrund mit Euro-Banknoten.

Berlin/Bad Homburg (sth). Immer mehr Arbeitnehmer nutzen offenbar die Möglichkeit, für einen vorzeitigen Ruhestand ohne Abschläge Extrabeiträge an die Rentenversicherung zu zahlen. Nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zahlten rentenversicherte Frauen und Männer im vergangenen Jahr etwa 414,9 Millionen Euro zusätzlich an die Rentenversicherung, um Rentenminderungen im Falle einer Frührente auszugleichen. Das Magazin beruft sich dabei auf Angaben der Deutschen Rentenversicherung. Die Summe habe knapp 43 Prozent über dem Wert von 2018 gelegen, im Vergleich zu 2017 habe sie sich verdoppelt. 

Ob die Zahl der Versicherten, die von der Ausgleichsmöglichkeit Gebrauch machen, im gleichen Maße gestiegen ist wie die eingezahlten Beiträge, geht aus dem Bericht nicht hervor. Laut Rentenversicherung liegen entsprechende Daten für das vergangene Jahr noch nicht vor. Daten aus den Vorjahren deuten aber auf eine weitere deutliche Zunahme hin: Zwischen 2015 (rund 1.500) und 2018 (etwa 17.100) kletterte die Zahl der Extrabeitragszahler um mehr als das Elffache.

Seit Juli 2017 können Beitragszahler ab 50 Jahren bis zu zweimal jährlich zusätzliche Rentenbeiträge entrichten, um ohne Abzüge vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden zu können. Wer sich später dazu entschließt, doch weiter zu arbeiten, bekommt die Extrabeiträge als Renten-Plus ausgezahlt.   

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Informationen der Deutschen Rentenversicherung zu Zusatzbeiträgen für eine vorzeitige abschlagsfreie Rente

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Autor

Stefan Thissen